{"id":10316,"date":"2014-12-05T11:54:56","date_gmt":"2014-12-05T08:54:56","guid":{"rendered":"https:\/\/nadegda.de\/2014\/12\/05\/vvedenie-vo-hram-presvjatoj-bogorodicy-2\/"},"modified":"2014-12-05T11:54:56","modified_gmt":"2014-12-05T08:54:56","slug":"vvedenie-vo-hram-presvjatoj-bogorodicy-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nadegda.de\/de\/material\/sovetuem-pochitat\/vvedenie-vo-hram-presvjatoj-bogorodicy-2\/","title":{"rendered":"Darstellung der heiligen Jungfrau Maria im Tempel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14px;\"> <img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10315\" src=\"https:\/\/nadegda.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/90389_p1.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"100\" align=\"left\" \/>Zu Beginn der Weihnachtsfastenzeit feiern wir ehrf\u00fcrchtig die Darstellung der Mutter Gottes im Tempel. Der Tempel ist das Erbe Gottes, ein Ort, der Gott unteilbar geh\u00f6rt, ein Ort, an dem kein Gedanke, kein Gef\u00fchl, kein Wille anders sein kann als der Wille Gottes. Und so wird die reinste Jungfrau Maria in einem jungen, kindlichen Alter in den Tempel des Herrn gebracht, betritt diesen Bereich, in dem es nichts anderes gibt als Gott und seine Wege. Sie ist in das Gebet vertieft, sie steht vor dem lebendigen Gott, sie gibt sich dem heiligen Werk einer Frau hin, das - wenn das menschliche Herz nur empfindsam und rein ist - Ausdruck von Liebe und F\u00fcrsorge sein kann. Und eingetaucht in dieses Element der g\u00f6ttlichen Gegenwart und der menschlichen Anbetung, w\u00e4chst sie Jahr f\u00fcr Jahr zum vollen Ma\u00df ihrer Reife. Und als der gro\u00dfe Erzengel der Verk\u00fcndigung vor ihr erscheint und ihr ank\u00fcndigt, dass der Herr auf geheimnisvolle und unbegreifliche Weise von ihr geboren werden wird, ergibt sie sich ihm bedingungslos, in Ehrfurcht und dem\u00fctigem Gehorsam: \"Siehe, du Dienerin des Herrn, mir geschehe, wie er es will....<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\">W\u00e4hrend dieser Jahre des v\u00f6lligen Eintauchens in das Geheimnis Gottes, in das Geheimnis der Liebe, wurde sie f\u00e4hig, diejenige zu werden, durch die die rettende, verwandelnde, opferbereite und kreuztragende Liebe Gottes in die Welt kommen w\u00fcrde. Der heilige Gregor Palamas sagt uns, dass die Menschwerdung des Gottessohnes ohne den Willen seiner irdischen Mutter ebenso unm\u00f6glich gewesen w\u00e4re wie ohne den Willen des himmlischen Vaters. Nachdem sie sich ganz in den Willen Gottes, in das Geheimnis der Liebe zu Ihm und in Ihm zur ganzen Sch\u00f6pfung zur\u00fcckgezogen hatte, konnte sie den Namen Gottes aussprechen, den heiligen, geheimnisvollen Namen, der mit Seiner Person, mit Seinem ganzen Denken, mit Seinem ganzen Herzen, mit Seinem ganzen Willen und mit Seinem ganzen Leib \u00fcbereinstimmt, und dieses Wort wurde Fleisch, und so betrachten wir ehrf\u00fcrchtig diese einzigartige, einzigartige Heiligkeit der Mutter Gottes.<br \/> Aber nicht umsonst ist dieses Fest der Auftakt f\u00fcr unseren Weg zur Geburt Christi, der Menschwerdung des Wortes Gottes. Und wir m\u00fcssen uns vorbereiten, uns vertiefen, unsere Herzen reinigen, unsere Gedanken heiligen, unseren Willen erneuern und unser Fleisch heiligen, damit das ewige Leben, das sich in Christus offenbart, in uns geboren wird, damit wir, eingetaucht in seinen Tod und auferweckt durch seine Auferstehung am Tag unserer Taufe, wahrhaftig eins mit ihm werden, eins mit ihm sind, wie die Glieder des Leibes eins miteinander sind, wie der ganze Leib eins mit dem Haupt ist. Die Mutter Gottes hat der Welt das sch\u00f6pferische Wort und die fleischgewordene Liebe geboren; und es wird uns geschenkt durch das Gebet, die Treue zum Weg des Evangeliums, die Liebe zu Gott und zum N\u00e4chsten, den Verzicht auf uns selbst, die vorbehaltlose Hingabe an Gott und den N\u00e4chsten - und es wird uns geschenkt, so sakramental mit Gott vereint zu werden, dass wir mit Christus und in Christus auferstehen. Der Weg liegt vor uns - lasst uns diesen Weg gehen und nicht nur auf ein Wunder am Ende dieses Weges warten, sondern lebendige, sch\u00f6pferische Teilnehmer an diesem Weg werden, damit der Herr geboren wird und mit ihm eine neue, jubelnde, \u00fcberwindende Liebe und das ewige Leben in uns geboren werden kann. Amen.<br \/> <\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px;\">Metropolit Anthony Surozhsky.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn der Weihnachtsfastenzeit feiern wir ehrf\u00fcrchtig die Darstellung der Mutter Gottes im Tempel. Der Tempel ist das Erbe Gottes, ein Ort, der Gott unteilbar geh\u00f6rt, ein Ort, an dem kein Gedanke, kein Gef\u00fchl, kein Wille anders sein kann als der Wille Gottes. 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