{"id":19909,"date":"2019-10-18T15:39:26","date_gmt":"2019-10-18T12:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/nadegda.de\/2019\/10\/18\/serdce-i-razum\/"},"modified":"2019-10-18T15:39:26","modified_gmt":"2019-10-18T12:39:26","slug":"serdce-i-razum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nadegda.de\/de\/material\/sovetuem-pochitat\/serdce-i-razum\/","title":{"rendered":"HERZ UND GEIST"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-19877\" style=\"margin: 10px; float: left;\" src=\"https:\/\/nadegda.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/th.jpg_6.jpg\" alt=\"th.jpg 6\" width=\"189\" height=\"133\" \/>Christus ist in unserer Mitte, liebe Leserinnen und Leser.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der heutigen Lesung aus dem Evangelium (Lk 7,31-35), die wir in der Liturgie geh\u00f6rt haben, sagt der Heiland, dass die Juden wie launische Kinder sind, die nicht zufrieden sein k\u00f6nnen: Johannes der T\u00e4ufer kam - sie warfen ihm \u00fcbertriebene Askese vor; der Menschensohn kam - und dieser ist nicht so, denn er isst und trinkt und freundet sich mit Z\u00f6llnern und S\u00fcndern an.&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese sich gegenseitig ausschlie\u00dfenden Anspr\u00fcche waren in den K\u00f6pfen der Zeitgenossen Christi erstaunlich friedlich, die die Absurdit\u00e4t ihrer Vorw\u00fcrfe sowohl gegen\u00fcber dem Vorl\u00e4ufer als auch gegen\u00fcber Jesus nicht verstehen konnten. Ein solches Verhalten ist charakteristisch f\u00fcr die gesamte von der S\u00fcnde verdorbene Menschheit. Wenn wir diese oder jene Situation im Leben analysieren, sind wir uns der Richtigkeit unserer Urteile aufgrund der Logik unseres Verstandes so sicher, dass wir oft nicht in der Lage sind, unser Gegen\u00fcber zu verstehen, das den widerspr\u00fcchlichen Charakter unserer Aussagen erkennt. Um unsere eigene Meinung zu rechtfertigen, \u00fcbersch\u00e4tzen wir die Bedeutung der Vernunft in unserem Leben. Wir denken st\u00e4ndig \u00fcber irgendetwas nach, und es scheint uns, dass sich das Zentrum des Lebens in unserem Kopf befindet. Nur wenige Menschen denken dar\u00fcber nach, dass dieser ungebremste Strom des Nachdenkens einen gro\u00dfen Teil der Lebensenergie verschlingt. Die Menschen verschwenden sie mit st\u00e4ndigen inneren Dialogen, mit albernen Phantasien und Tr\u00e4umen, mit allem, was in ihrem Gehirnzentrum vor sich geht. <br \/>Weder im Evangelium noch bei den Heiligen V\u00e4tern finden wir eine Betonung der Bedeutung des Verstandes. Das Hauptaugenmerk der geistlichen V\u00e4ter liegt auf dem Herzen des Menschen als dem tiefen Zentrum seiner Pers\u00f6nlichkeit. Die Vernunft ist nur unser Helfer, aber keineswegs unser Befehlshaber. In der Tiefe des menschlichen Herzens wirkt der Geist, der den Ton unseres Lebens angibt, und der Verstand erf\u00fcllt nur Hilfsfunktionen. <br \/>Wenn der Mensch sich ganz mit dem Verstand identifiziert, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist lebt, wenn er nicht tief in sein Herz schaut, wenn er es nicht durch das Gebet reinigt, wird sein eigener Verstand f\u00fcr ihn zu einem Phantom. Durch den Glauben an dieses Phantom verliert man den Bezug zur Realit\u00e4t und h\u00f6rt auf, kritisch zu denken. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die Pharis\u00e4er, die die guten Werke des Erl\u00f6sers sahen, aber gleichzeitig sagten, dass sie alle das Ergebnis der Machenschaften des Teufels waren.<br \/>Das heutige Evangelium fordert uns auf, sorgf\u00e4ltig darauf zu achten, was unser innerer Mensch lebt. Um den Zustand unseres geistlichen Herzens zu erkennen, m\u00fcssen wir uns bem\u00fchen, inneren Frieden und geistliche Stille zu bewahren, wobei Gott uns helfen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Luka (Kovalenko),<\/em><br \/><em>Metropolit von Saporischschja und Melitopol<br \/><span class=\"tgme_widget_message_meta\"><a class=\"tgme_widget_message_date\" href=\"https:\/\/t.me\/Lekarzp\/167\">18. Oktober um 3:14 Uhr<\/a><\/span><br \/><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/t.me\/s\/Lekarzp\/167\">Quelle<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christus ist mitten unter uns, liebe Leserinnen und Leser. 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