"Die alte Kirche kannte keinen anderen Grund, an der Liturgie teilzunehmen, als die heilige Kommunion zu empfangen. Heute ist dieses eucharistische Gefühl leider geschwächt. Und manchmal ist uns nicht einmal klar, warum wir in den Tempel Gottes kommen. Normalerweise will jeder nur "über etwas Eigenes" beten, aber wir wissen jetzt, dass der orthodoxe Gottesdienst und insbesondere die Liturgie nicht nur ein Gebet "über etwas" ist, sondern unsere Teilnahme am Opfer Christi, unser gemeinsames Gebet, unser gemeinsames Stehen vor Gott, unser gemeinsamer Dienst für Christus. Alle Gebete des Priesters sind nicht nur seine persönliche Ansprache an Gott, sondern ein Gebet im Namen aller Versammelten, im Namen aller im Tempel Versammelten. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, dass dies unser Gebet ist, unsere Teilnahme am Sakrament.
Die Teilnahme am Gottesdienst muss natürlich bewusst sein. Man sollte immer bestrebt sein, die Heilige Kommunion im Gottesdienst zu empfangen. Schließlich ist jeder Getaufte ein Teil des Leibes Christi, und durch die Universalität unserer Gemeinschaft ist die Kirche Christi für diese Welt, die "im Bösen liegt".
Die Kirche ist der Leib Christi, und wir sind Teil dieses Leibes, Teil der Kirche. Und damit wir uns in unserem geistlichen Leben nicht verlieren, ist es notwendig, ständig nach der Vereinigung mit Christus zu streben, die uns im Sakrament der Heiligen Kommunion geschenkt wird.
Wenn wir uns auf dem Weg der geistigen Vervollkommnung befinden, wissen wir oft nicht, was wir tun sollen, was das Richtige für uns ist. Aber die Kirche gibt uns alles, was wir für unsere Wiedergeburt brauchen. All das wird uns in den Sakramenten der Kirche gegeben. Und das Sakrament der Sakramente, oder besser gesagt, das Sakrament der Kirche - das Sakrament, das das Wesen der Kirche offenbart - ist das Sakrament der Heiligen Kommunion. Wenn wir also versuchen, Christus kennen zu lernen, ohne die heilige Kommunion zu empfangen, werden wir niemals Erfolg haben.
Christus zu kennen heißt, bei ihm zu bleiben, und das Sakrament der Kommunion ist unsere Tür zu Christus, die wir öffnen und ihn in unser Herz aufnehmen müssen.
Erzpriester Demetrius Karpenko
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Am Freitag der ersten Woche der Großen Fastenzeit wurde in der Dreifaltigkeitskirche die Liturgie der geheiligten Gaben gefeiert.
Nach dem Fürbittgebet - ein Gebetskanon an den heiligen Theodor Tyrone und die Segnung des Kolivs.





















