Die Göttliche Liturgie für Blinde in der 6. Woche nach Ostern wurde von Archimandrit Amvrosy Yurasov zelebriert.
Er kam aus Iwanowo, um unserem Rektor, Erzpriester Leonid Tsypin, bei seiner Krankheit beizustehen.
In der Predigt erklärte Pater Ambrosius, wie ein orthodoxer Christ leben sollte, um nicht an geistiger Blindheit zu erkranken:
«Der Herr heilte den Blindgeborenen... Der Blinde wurde sehend - mit Leib und Seele... Wie können wir sehend werden? Wir müssen unser Leben ändern, wir müssen unser Gesicht Gott zuwenden... Wie können wir wissen, wo Gott ist? Die Augen der Seele sind geschlossen, der Mensch kann seine Sünden nicht sehen... Das Evangelium ist der Spiegel unserer Seele! Wenn wir das Evangelium lesen, werden wir uns selbst darin sehen, unsere Fehler, unsere Sünden!»
Pater Ambrosius erzählte uns auch von einem solchen Vorfall:
«In einem Zugabteil am Morgen, ich machte mein Bett, alles war sauber, gut, und plötzlich, in einer Kurve, fiel ein Sonnenstrahl auf das Fenster - und alle sahen: eine Säule aus Staub, Flecken, Schmutz rundherum. Ich war angewidert und ging hinaus. Ein paar Minuten später kam ich wieder herein - alles war gut, sauber, alles wie es war.
«Wenn die Gnade Gottes die Seele berührt, werden wir den Abgrund der Sünden sehen... Die Augen der Seele werden geöffnet... Dann wird die Reue beginnen und die
Heilung... Wie kann man die Augen offen halten? Man muss die heiligen Väter lesen, jedes Wort, jeden Gedanken und jede Tat kontrollieren! Sein
Achtet auf die kleinen Dinge und tut Buße vor Gott, und bei der ersten Gelegenheit tut Buße vor einem Priester...»








