14. Februar 2019. 10:00
Seine Heiligkeit Patriarch Kirill von Moskau und ganz Russland hielt eine Ansprache anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der orthodoxen Jugend.
Liebe Brüder und Schwestern!
Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zum Fest der Darstellung des Herrn und zum Tag der orthodoxen Jugend.
Heute erinnern wir uns an eines der wichtigsten Ereignisse der Geschichte des Evangeliums. Auf den Cherubim getragen und von den Seraphim besungen, ruht der Herr (Verse des Festes) nun auf den Händen des gerechten Simeon, der die Verheißung erhielt, dass er den Tod nicht schmecken werde, bis er Christus gesehen habe
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Diese wunderbare Begegnung - eines Menschen, der Gott sucht, und des Schöpfers, der seine Schöpfung retten will - hat bereits im Herzen eines jeden von uns stattgefunden. Es war diese Begegnung, die uns in den heiligen Tempel führte, unsere Seelen mit unaussprechlicher Freude erfüllte und uns die Hoffnung gab, dass wir bei Christus und in der gesegneten Ewigkeit sein werden.
Die Begegnung mit dem Herrn sollte unser Leben radikal verändern, sollte unser Handeln beeinflussen, denn wie wir aus dem Evangelium wissen, haben wir Gott das angetan, was wir unserem Nächsten angetan haben (Matthäus 25,40). Von der Liebe Christi erwärmt, sind wir aufgerufen, diese Liebe den anderen zu erweisen, sind wir aufgerufen, Werke der Barmherzigkeit zu tun. Jeder kann es tun - den Hungrigen zu essen geben, den Bedürftigen helfen, den Entmutigten ein Wort der Ermutigung geben, die Weinenden trösten, die Kranken besuchen. Ich ermutige vor allem junge Menschen - energiegeladene, fröhliche und lebensfrohe Menschen, die Initiative zeigen und bereit sind, aktiv zu handeln und sich für ihre Nächsten einzusetzen - zu solchen Taten.
Möge der barmherzige Herr Ihnen Kraft für Geist und Körper, geistige Freude und seine großzügige Hilfe bei guten Taten und Unternehmungen gewähren. Möge der Segen Christi mit euch allen sein.
+KIRILL, PATRIARCH VON MOSKAU UND GANZ RUSSLAND
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