Am 11. April, in der vierten Woche der Großen Fastenzeit, dem Gedenktag des heiligen Johannes vom Kreuz, zelebrierte Priester Vadim Abramov, Rektor, die Göttliche Liturgie in der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund.
Am Vorabend des Gottesdienstes wurden ein Gedenkgottesdienst und eine Mahnwache abgehalten.
Da unsere Kirche aus gesundheitlichen Gründen nicht jeden aufnehmen kann, reisten einige unserer Gemeindemitglieder in die neu eröffnete Gemeinde in Lippstatt, wo unsere Gemeindemitglieder auch wohnen. (Foto unten)
Die Göttliche Liturgie wurde dort von Priester Igor Shchirovsky zelebriert, der von Hieromonk Raphael (Kiew) unterstützt wurde.
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Die 4. Woche der Fastenzeit ist dem Mönch Johannes dem Leiterträger gewidmet.
Der Mönch Johannes der Leiterträger war der Hegumen des Klosters Sinai, ein großer Asket und Autor des berühmten spirituellen Werks "Die Leiter".
Über die Herkunft des Mönchs Johannes ist fast nichts überliefert. Es gibt eine Legende, dass er der Sohn des Heiligen Xenophontes und der Maria war.
Im Alter von sechzehn Jahren kam der Junge Johannes in das Kloster auf dem Sinai. Abba Martyrius wurde der Lehrer und Führer des Mönchs. Nach vier Jahren auf dem Sinai wurde Johannes der Ehrwürdige ins Mönchtum aufgenommen. Einer der bei der Tonsur Anwesenden, Abba Stratigius, prophezeite ihm, dass er ein großes Licht für die Kirche Christi werden würde. 19 Jahre lang lebte der Mönch Johannes im Gehorsam gegenüber seinem geistlichen Vater.
Nach dem Tod von Abba Martyrius entschied sich der Mönch Johannes für das Einsiedlerleben und zog sich an einen Wüstenort namens Fola zurück, wo er 40 Jahre lang in Schweigen, Fasten, Gebet und Bußtränen verbrachte. Es ist kein Zufall, dass der Mönch Johannes in der "Lestvitsa" von den Tränen der Reue so spricht: "Wie das Feuer brennt und das Brennmaterial zerstört, so wäscht die reine Träne alle äußeren und inneren Unreinheiten weg".
Das folgende Beispiel für die Demut des ehrwürdigen Johannes von der Leiter ist bemerkenswert. Begabt mit einer hohen Auffassungsgabe, weise durch tiefe spirituelle Erfahrung, lehrte er liebevoll alle, die zu ihm kamen, und führte sie zum Heil. Als aber einige auftauchten, die ihm aus Neid seine Geschwätzigkeit vorwarfen, die sie der Eitelkeit zuschrieben, verstummte der Mönch Johannes, um keinen Anlass zur Verurteilung zu geben, und schwieg ein Jahr lang. Die Neider erkannten ihren Irrtum und wandten sich selbst an den Asketen mit der Bitte, ihnen den geistigen Nutzen eines Gesprächs nicht vorzuenthalten.
Der Mönch Johannes verbarg seine Taten vor den Menschen und zog sich manchmal in eine Höhle zurück, aber der Ruhm seiner Heiligkeit verbreitete sich weit über den Ort seiner Taten hinaus, und Besucher aller Stände kamen unaufhörlich zu ihm, begierig darauf, ein Wort der Erbauung und des Heils zu hören. Im Alter von 75 Jahren, nach vierzig Jahren der Askese in der Einsamkeit, wurde der Mönch zum Hegumen des Klosters Sinai gewählt. Etwa vier Jahre lang regierte der Mönch Johannes der Ehrwürdige Ledstvichnik das heilige Kloster Sinai. Am Ende seines Lebens beschenkte der Herr den Mönch mit der Gnadengabe der Hellsichtigkeit und mit Wundern.
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Abgebildet: Lippstatt-Tempel.
