Anastasia Iskandarowa
Am Sonntag, den 18.12.2022 fand in unserem Tempel ein literarischer und musikalischer Abend zu Ehren des Geburtstags des Gründers unserer Gemeinde - Erzpriester Leonid Tsypin - statt.
Für das Konzert wurde ein besonderes Programm vorbereitet, das zwei Ereignisse miteinander verbindet: den Abend zum Gedenken an unseren lieben Vater und die Zeit des Wartens auf die Geburt Christi. Und das ist kein Zufall, denn der Dezember ist auch die Zeit, in der wir uns jeden Tag dem strahlenden Fest der Geburt Christi nähern.
Wenn wir in Deutschland leben und die hiesige Weihnachtszeit erleben, sind wir auf die eine oder andere Weise in ein Gefühl der Festlichkeit eingetaucht. Unser Weihnachten liegt noch vor uns, wir bereiten uns noch auf die Begegnung mit dem Kind vor und gleichzeitig spüren und teilen wir die Freude all derer, die am 25. Dezember Weihnachten feiern.
Darüber hinaus wird die deutsche Kultur Teil unserer Kultur und natürlich unserer Kinder. Und sie besser kennenzulernen bedeutet, den Nachbarn, die Nachbarn, die Menschen, mit denen wir jede Stunde unseres Lebens in Kontakt kommen, besser kennenzulernen.
Der literarische und musikalische Abend stellte die Geschichte und die Traditionen des deutschen Weihnachtsfestes vor. Begleitet wurde die Geschichte von Weihnachtsmelodien und -liedern, die von Kindern auf Musikinstrumenten vorgetragen wurden. Die Schülerinnen und Schüler der Junior-Sonntagsschulgruppe begeisterten das Publikum mit ihrer farbenfrohen Darbietung: Mit Schürzen und Schals bekleidet und mit allen Backutensilien ausgestattet, kamen die jungen Künstler auf die Bühne und sangen fröhlich das bekannte Kinderlied "In der Weihnachtsbäckerei".
Im Rahmen des Konzerts erfuhren die Zuhörer die faszinierende Geschichte des Weihnachtskranzes und der darauf befindlichen Kerzen sowie den Ursprung der beliebten Weihnachtsmärkte und vieler anderer Weihnachtstraditionen, die in fast jedem Haushalt zu finden sind.
Eine besondere Entdeckung für viele war die Komposition des Chorals "Die Geburt des Herrn" des Komponisten Ariel Ramirez, vorgetragen von Maxim Shinkarev. Es stellte sich heraus, dass die aus sowjetischen Filmen bekannte Melodie eigentlich dem Weihnachtsfest gewidmet war. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie in den Herzen vieler Menschen widerhallt.
Bei der Eröffnung des Konzerts stellte Pater Vadim fest, dass viele der Anwesenden sich vielleicht nicht an Pater Leonid erinnern oder ihn nicht kennen, aber sie sehen und spüren seinen Beitrag zu unserem Leben. Ich gehöre zu diesen Menschen. Und ich bin Pater Leonid sehr dankbar für die Möglichkeit, in meiner Heimatkirche zu beten, daher sind solche Begegnungen, denkwürdige Abende sehr wichtig für mich.



