Mit dem Segen des Pfarrers der Gemeinde, Priester Vadim Abramov, entwickelt sich der Verein der Bergwanderfreunde bei der Dreifaltigkeitskirche weiter.
Im August 2025 fand unsere erste Jugendtour in die Alpen statt. Damals bestiegen die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Betreuern den Tegelberg – bis zum Kreuz auf 1881 m Höhe. Das Hauptziel der Bergtour war nicht einfach nur die Eroberung des Gipfels, sondern ein Ort des Gebets zu erreichen, der so nah wie möglich am Himmel liegt!
Auf dem Berggipfel haben wir eine Zeitkapsel mit einem gemeinsamen Foto und einer Botschaft an die Zukunft vergraben:
«Wir folgen Christus nach. Mögen wir auch in 15 Jahren noch an seinen Aufruf denken: “Folge mir nach!” (Mk 8,34).».
Jeder hat unterschrieben und versprochen, eines Tages zurückzukehren, um zurückzublicken und sich zu fragen:
«Wie war ich damals – und wie bin ich geworden?»
2026 – ein neuer Schritt
Vom 28. bis 30. August 2026 machten wir uns erneut auf den Weg in die Alpen.
Diesmal waren wir bereits 13 Personen – 10 Jugendliche und 3 Erwachsene. Die Wanderung wurde von Vlad Litau geleitet, begleitet von Diakon Maxim Vakhnenko. Mit der neuen Route kamen auch neue Herausforderungen hinzu: Zelte, Übernachtung im Lager, Essenszubereitung, gegenseitige Verantwortung und natürlich die Berge.
Unser Ziel war das Rubihorn – 1.957 m, einer der schönsten Gipfel der Allgäuer Alpen.
Aber genau wie im letzten Jahr war die Höhe für uns nicht das Hauptziel.
Das Wichtigste war das, was sich zwischen den Gipfeln abspielte – im Inneren eines jeden von uns.
Nach und nach haben sich bei uns eigene kleine, aber für uns sehr wichtige Traditionen entwickelt.
Bevor wir in die Berge aufbrechen, segnen wir uns gegenseitig für die Wanderung. Das ist für uns zu einem besonderen Moment geworden – bevor wir uns auf den Weg machen, vertrauen wir einander Gott an und erinnern uns daran, dass wir in den Bergen nicht nur für uns selbst verantwortlich sind.
Auf dem Gipfel, in der Nähe des Kreuzes, fand ein besonders inbrünstiges und aufrichtiges Gebet statt. Dort, inmitten der Berge, wo einen fast nichts ablenkt, nimmt man die Worte des Gebets ganz anders wahr.
Auf dem Weg hinunter sind wir zum Gaisalpsee gegangen, wo die Jungs sogar im Bergsee gebadet haben. Das kalte Wasser, die Berge ringsum und die unglaubliche Atmosphäre wurden zu einer weiteren unvergesslichen Erinnerung an diese Reise.
Aber das Wertvollste ist wohl, dass sich unsere Wanderung nach und nach verwandelt
Es geht nicht nur um die jährliche Bergtour, sondern das Wertvolle daran ist, sich auf der Route gegenseitig zu helfen,
gemeinsam Essen zu kochen und Zelte aufzuschlagen.
Wir lernen, den Schwachen nicht zurückzulassen.
Und jeden Sonntag versuchen wir, unseren Weg mit der Teilnahme an der Göttlichen Liturgie abzuschließen.
Die Berge lehren uns etwas Einfaches: Ein Gipfel ist nicht nur ein Punkt auf der Karte.
Man kann auf 1957 Meter hinaufsteigen und nach einigen Stunden wieder unten sein. Aber wenn du in diesen wenigen Stunden stärker geworden bist, Geduld gelernt hast, einem Kameraden geholfen hast, deine Angst überwunden hast, gebetet hast und Gott zumindest ein wenig näher gekommen bist – dann wird dieser Gipfel dir noch viel länger in Erinnerung bleiben.
Und vor uns liegen ein neues Jahr, neue Berge und ein neuer Gipfel, den wir noch gemeinsam erklimmen werden.
Die Fortsetzung folgt....
Diakon Maxim Vachnenko
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