
Die Karwoche steht vor der Tür!
Seit dem Einzug des Herrn in Jerusalem steht jeder Fastende vor der Entscheidung, ob er oder sie mit Christus geht oder nicht. Es scheint uns, dass alles getan wurde, aber aus irgendeinem Grund ist Christus für uns unendlich weit entfernt geblieben. Die Ereignisse, die sich in der Regel in der Karwoche abspielen, zeigen uns das deutlich.
Ein Beispiel: Das teure elektronische Lieblingsspielzeug eines jungen Mannes fällt plötzlich in die Toilette, Liebende streiten sich heftig, und diejenigen, die in diesem Leben gut aufgehoben sind, erleiden große Rückschläge. All das bringt die Menschen aus ihrem gewohnten Gemütszustand, und es wird deutlich, womit unser Herz beschäftigt ist - und es ist mit den Angelegenheiten dieser Welt beschäftigt.
Die Aufgabe dieser Woche besteht darin, zu lernen, sich bei jedem entmutigenden Ereignis an Gott zu wenden. Wir müssen zu Gott schreien, nicht dass "die weltlichen Angelegenheiten geregelt sind", sondern dass der Herr einen festen Platz in unserem Leben hat. Damit wir, wie Solschenizyns Matrjona, sagen können: "Ich bin nicht allein, ich bin bei Gott! Gott ist uns immer nahe - aber wo sind wir?
Die gesamte theologische Struktur dieser Karwoche gibt uns die Möglichkeit, langsam aber sicher in die Nachfolge Christi einzutreten.
