Das Fest der Heiligen Drei Könige geht weiter. Der Weihnachtsbaum in unserem Refektorium ist immer noch eine Augenweide. Wir haben kürzlich Gottesdienste zu den Festen Geburt Christi, Silvester, Gerechter Johannes von Kronstadt, Beschneidung des Herrn und Taufe des Herrn durch Johannes gefeiert. An diesem Sonntagnachmittag hören wir in der Lesung aus dem Evangelium, wie der Heiland ausging, um zu predigen. Davon, wie der Herr nach seiner Taufe und der Versuchung durch den Teufel in der Wüste in die Küstenstadt Kapernaum zu den galiläischen Heiden kam, wie es der Prophet Jesaja 700 Jahre vor Christi Geburt vorausgesagt hatte: "Das Volk, das im Dunkeln saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und im Schatten des Todes saßen, ist ein Licht aufgegangen. (Mt 4,16; Jes 9,2).
Der Herr begann seine Predigt nicht nur mit einem Aufruf zur Umkehr (einer Änderung des Herzens und des Lebensweges), wie es Johannes der Täufer tat, sondern auch mit einer frohen Botschaft "...das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.". (Matt.,4,17.)
Seitdem wird jedes Jahr am Dreikönigsfest das gesamte Wasserelement durch den Heiligen Geist geheiligt (erneuert), einschließlich der Erneuerung des Menschen, der zu 90 Prozent aus Wasser besteht.
Interessanterweise wurde das Wasser in den ersten fünf Jahrhunderten des Christentums nicht auf besondere Weise im Tempel geweiht, sondern die Menschen schöpften einfach Wasser aus sauberen Quellen und tranken es je nach Bedarf das ganze Jahr über.
Eine frühe Erwähnung der besonderen Verehrung des am Dreikönigstag des Herrn geschöpften Wassers und seiner wunderbaren Eigenschaften (vor allem seiner Fähigkeit, lange Zeit nicht zu verderben) findet sich in einer der Antiochien-Predigten des heiligen Johannes Chrysostomus (387): "An diesem Fest nehmen alle, die Wasser geschöpft haben, es mit nach Hause und bewahren es das ganze Jahr über auf, denn heute wird das Wasser geweiht; und es geschieht ein offenkundiges Zeichen: dieses Wasser in seinem Wesen verdirbt nicht im Laufe der Zeit, sondern, heute geschöpft, bleibt es ein ganzes Jahr lang und oft zwei und drei Jahre lang unbeschädigt und frisch."[19].
Alle vorgeschriebenen Gottesdienste wurden in unserer Kirche abgehalten. Es gab eine Verherrlichung der Mutter Gottes vor ihrer Ikone "Bethlehem". Die Geistlichen der Dreifaltigkeitskirche dienten. (siehe Foto in der Galerie) Es gab eine Mahlzeit.
Der Sonntagsgottesdienst war den Heiligen gewidmet. George Hosevit. Dieser Heilige ist ein Bekannter von uns: Auf mehreren Pilgerreisen mit Pater Leonid zu den heiligen Stätten in Jerusalem haben wir seine heiligen Reliquien verehrt.
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