Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Erste Woche der Fastenzeit
Erste Woche der Fastenzeit
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Die erste Woche der Fastenzeit gilt als streng. Die Gläubigen halten sich beim Essen zurück und konzentrieren sich auf das Gebet. Die Gottesdienste in der Kirche sind recht lang, aber das Wichtigste ist, dass der übliche Zeitplan geändert wird: Am Montag, Dienstag und Donnerstag findet in den Kirchen keine Liturgie statt. Am Mittwoch und Freitag wird die Liturgie der heiligen Gaben gefeiert. Die Liturgie findet nur am Samstag und Sonntag statt - diese Regel wird bis zur Karwoche beibehalten.

Der erste Tag der Fastenzeit ist der sogenannte "Saubere Montag". Der Name bezieht sich nicht so sehr auf die Notwendigkeit der Reinigung, sondern auf die moralische Reinheit, auf die Notwendigkeit, unsere Seele durch Reue zu reinigen.

Am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag der ersten Fastenwoche wird in den Kirchen der Bußkanon des heiligen Andreas von Kreta gelesen, der auf die Reue über die eigenen Sünden und die allmähliche Besserung einstimmen soll.
Der große Kanon des Heiligen Andreas von Kreta: Von der Verzweiflung zur Hoffnung
Umkehr wagen

Am ersten Montag der Großen Fastenzeit verlässt die Priesterschaft der Kirche beim Abendgottesdienst in völliger Dunkelheit mit Kerzen in den Händen zum leisen Gesang des Chors den Altar, um die Zentrum. So beginnt die Lesung des Großen Kanons des Heiligen Andreas von Kreta, die in der Kirche seit fast 1200 Jahren fortgesetzt wird.

Der Große Kanon des Heiligen Andreas von Kreta wird als Bußkanon bezeichnet. Aber man kann nicht lehren, was man nicht selbst zu tun weiß. Der Große Kanon ist die Frucht der Reue, die der heilige Andreas zu Gott brachte.

Der heilige Andreas spricht von den Ereignissen der Heiligen Geschichte als den Ereignissen seines Lebens und der findet in ihr keinen Sünder, dem er nicht selbst ähnelt.

Aber dem Menschen, der es wagt, Buße zu tun - eine ehrliche, ohne Selbstrechtfertigung vorgenommene Bewertung seiner selbst -, gibt der Herr die Möglichkeit, sich zu ändern. Dieser Weg - von der Verzweiflung zur Hoffnung - ist es, den der Große Kanon verherrlicht.
Die Zeichen und Bilder des Kanons

Während der Lesung des Großen Kanons hören wir viele bekannte und unbekannte Namen sehr: Adam, Eva, Abel, Kain, Lamech, Ham, David, Salomo, usw. All das sind echte Helden der Heiligen Schrift, deren Lebensgeschichte uns hier offenbart wird. Aber das ist nicht die Hauptsache.

Der Schlüssel zum Verständnis des Kanons des heiligen Andreas von Kreta liegt darin, in den biblischen Helden, in ihren Stürzen und Taten, unseren eigenen Fall und die Möglichkeit der Rebellion zu sehen.

Der heilige Andreas erzählt die Geschichte vom Abfall der Welt und ihrer Rückkehr zu Gott, die gleichzeitig die Geschichte der Seele eines jeden von uns ist.

Denn jede Seele geht durch den gleichen Weg der Prüfungen, steht vor den gleichen Entscheidungen.

Aber wie sehen wir uns selbst in den Helden der Bibel?

Hier lesen wir ganz am Anfang des Kanons: «Anstelle von Evas sinnlichem Geist Eva war Eva, im Fleisch ein leidenschaftlicher Gedanke, der das Süße zeigte und zuweilen vom bitteren Trank schmeckte». («Anstelle der sinnlichen Eva ist die geistige Eva in mir aufgestiegen - ein leidenschaftlicher Gedanke, der mit Annehmlichkeiten verführt, aber wenn er gekostet wird, gibt er mir immer Bitterkeit.»). Was bedeutet das alles?

Adam wurde durch das Beispiel von Eva zur Sünde verführt. Genauso wird jeder von uns durch den Gedanken an Eva zur Sünde hingezogen - ein leidenschaftlicher, sündiger Gedanke.

 

Text entnommen aus: https://www.miloserdie.ru/

Foto: Montag der ersten Fastenwoche in der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund.

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