27.10.2016
Die Sitzung am Donnerstag. (Über die Erschaffung der Welt. Teil I.)
Beim Jugendtreffen am vergangenen Donnerstag (27.10.) ging es um die Erschaffung der Welt und den Sündenfall. Gemeinsam mit Diakon Artemy Noskov konnten die JugenDOrth-Teilnehmer über so wichtige Themen wie den Grund für die Schöpfung, die menschliche Freiheit, die Ehe, den Sündenfall, die Einsamkeit und mehr nachdenken.
Da der Bericht und die Diskussion sehr umfangreich waren, musste der Artikel in zwei Teile geteilt werden. Im ersten Teil werden wir über die Erschaffung der Welt und des Menschen sprechen, und im zweiten Teil über die ersten Menschen vor und nach dem Sündenfall.
Gott ist Liebe. Diese Liebe ist nicht egozentrisch, sondern wechselseitig, denn Gott ist eine Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Alle drei Personen lieben einander und stehen in ständiger gegenseitiger Gemeinschaft. Wenn also Gott als die Heilige Dreifaltigkeit ein Sakrament der gemeinsamen Liebe ist, dann ist die Entscheidung, die Welt zu erschaffen, dieselbe.
ist mit dem Wesen Gottes völlig vereinbar: Die Schöpfung lässt neben ihm auch andere an dieser Bewegung der trinitarischen Liebe teilhaben. Deshalb wurde unsere Welt zu einem einzigen Zweck geschaffen - um in der Gemeinschaft mit Gott zu leben.
Die Entscheidung, den Himmel, die Himmelskörper, die Erde, das Wasser und die Lebewesen zu erschaffen, wird in der Bibel als eine in sich geschlossene und unbestreitbare Tatsache dargestellt:
"Und Gott sprach: Es werde Licht."
"Und Gott sprach: Es werde Licht am Firmament des Himmels.
"Und Gott sprach: Lass das Wasser Reptilien hervorbringen, die lebendige Seele, und lass die Vögel fliegen über die Erde, über das Firmament des Himmels."
"Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art, Vieh und Gewürm und Tiere auf Erden nach ihrer Art." (Gen. 1.3, 14, 20, 24), usw.
Die Entscheidung, den Menschen zu erschaffen, trifft der Schöpfer auf eine andere Weise: Er berät sich mit sich selbst, d. h. mit den Personen der Heiligen Dreifaltigkeit, indem er sagt: "Ich bin es: "Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bilde und Gleichnis". (Gen. 1,26). Aber warum war der Mensch die Ursache für Gottes "Verzögerung" im Schöpfungsprozess? Denn ein Wesen, das nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde, muss wie Gott frei sein. Sonst kann er weder sein Ebenbild noch sein Ebenbild sein. Als Gott den Menschen frei schuf, musste er seine Allmacht und damit seine Freiheit durch seinen Willen begrenzen. Deshalb kann Gott bis heute nicht in das Leben des Menschen eingreifen und es ohne dessen Zustimmung verändern.
Da Gott allwissend und allgegenwärtig ist, wusste er sicherlich, wie der Mensch seine Freiheit nutzt. Nach der Lehre der Kirche fand deshalb das Konzil der Heiligen Dreifaltigkeit statt, das auf Rublevs berühmter Ikone dargestellt ist. Es wird angenommen, dass bereits auf diesem Konzil beschlossen wurde, auf die Erde zu kommen. Unser Herr und Erlöser Jesus Christus, der die Sünden der Menschheit mit seinem Blut sühnen wird. Aber auch Christus selbst konnte sich der Welt nicht ohne die Zustimmung der Menschen offenbaren. Bevor er begann, das Reich Gottes zu verkünden und Wunder zu wirken, ließ er sich daher von Johannes taufen, der als eine Art "Stellvertreter" der Menschheit Gott handeln ließ.
So schenkte Gott Adam das Leben und gab ihm die Herrschaft über die ganze Erde....
Die Fortsetzung folgt....
Achtung!!! Die Jugendtreffen finden nun wieder jeden Donnerstag im 18.00in der russisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Dortmund unter der Adresse:
Flurstr. 39, 44145 Dortmund.
Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Freunde zu sehen!
Orthodoxe Jugendorganisation "JugenDOrth e.V." Dortmund.
Dieser Artikel wurde von Elena Lysova verfasst.
