In der Heiligen Schrift lesen wir die folgenden Zeilen: "Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sagten: 'Wer kann also gerettet werden?' Jesus aber blickte auf und sagte zu ihnen: "Für Menschen ist es unmöglich, für Gott aber sind alle Dinge möglich" (Mt. 19,25.26); und auch: "Darum hängt die Vergebung nicht von dem, der will, noch von dem, der sich bemüht, sondern von Gott, der sich erbarmt" (Röm. 9,16).
Was wir für unser Seelenheil tun können. Wie können wir gerettet werden? Darüber haben wir beim Jugendtreffen mit Pater Vadim am 7. Mai gesprochen.
Wovor wir uns hüten müssen und wie wir gerettet werden können, ist vielleicht das, worauf wir achten sollten. Natürlich wollen wir vor den Versuchungen und Sünden des Satans und dem geistlichen Tod gerettet werden. Was in unserer Macht steht, ist die Befolgung der Tugenden des Evangeliums. Tugenden sind das Gegengewicht zu unseren Schwächen und Sünden. Die Tugenden werden vom Glauben geleitet. In Christus sind alle Tugenden in höchstem und vollkommenem Maße vorhanden; außerdem sind sie unteilbar und bilden ein Ganzes. Denn wir sind seine Schöpfung, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott uns zu tun aufgetragen hat. Der Apostel Paulus sagt zu den Galatern: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Barmherzigkeit, Glaube, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Auf solchen ist kein Gesetz" (Galater 5,22-23).Eph.2,10) Versuchen wir dennoch, eine Tugend als diejenige zu betrachten, an der sich die anderen Tugenden orientieren - es ist die Langmut. Ohne sie trocknet jede Tugend schnell aus und verwelkt. Der Glaube, der ausharrt, das Gebet, das ausharrt, das Fasten, das ausharrt, die Sanftmut, die ausharrt, die Demut, die ausharrt.....
Nur die Geduld bis zum Ende in der Tugend rettet den Menschen vor der Sünde, dem Tod und dem Teufel. Denn jede Tugend: Glaube, Liebe, Hoffnung, Gebet, Fasten und Liebe werden vom Teufel durch verschiedene Versuchungen und Sünden angegriffen, und deshalb überwindet nur die Geduld, nur die Ausdauer all diese Versuchungen, all diese Sünden, all diese Angreifer. Die Geduld ist eine Art "Allgüte" des Evangeliums. Wie der Herr Jesus im Matthäus-Evangelium sagt: "Wer ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden" (Matthäus 24,9-13).
Der heilige Hiob, der Langmütige, ist ein Beispiel dafür. Er lebte vor Christi Geburt. Hiob war ein gottesfürchtiger und frommer Mann. Mit ganzer Seele war er Gott, dem Herrn, ergeben und tat alles nach seinem Willen, indem er sich von allem Bösen fernhielt, nicht nur in den Taten, sondern auch in den Gedanken. Der Herr segnete sein irdisches Dasein und stattete den gerechten Hiob mit großem Reichtum aus: Er hatte viel Vieh und allerlei Besitztümer. Er hatte sieben Söhne und drei Töchter. Durch Gottes Vorsehung traten Umstände ein, durch die er all seinen Reichtum und seine Besitztümer sowie seine Kinder verlor. Der rechtschaffene Hiob wandte sich an Gott und sagte: "Nackt bin ich aus dem Schoß meiner Mutter gekommen, nackt werde ich zu meiner Mutter Erde zurückkehren. Der Name des Herrn sei gesegnet!" Und Hiob sündigte nicht vor Gott, dem Herrn, noch sprach er ein einziges unkluges Wort. Welche Demut zeigte Hiob inmitten solchen Leids!
Wie schwer ist es für uns, wenn wir von Trauer heimgesucht werden, wenn jemand, der uns nahe steht, krank wird, wenn wir unsere Arbeit verlieren oder wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie geplant hatten. Hiob aber verlor seine Kinder und seinen ganzen Reichtum, und doch blieb er Gott bis zum Ende treu, im Glauben, im Gebet, in der Demut, ohne Gott je einen Vorwurf zu machen.
Lasst uns auch mit Gott sein im Glauben, in der Liebe und in der Geduld bis ans Ende; denn wer bis ans Ende ausharrt, wird gerettet werden.
Vorbereitet von Valery Matveychuk
