Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Das Gleichnis von den bösen Winzern
Das Gleichnis von den bösen Winzern
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
Alle Angaben ohne Gewähr

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 Daria Chudnykh

 Wer sind die "bösen Winzer" im Gleichnis Christi?

 

Ist dieses Gleichnis in unserer Zeit noch aktuell?

 

Diese und viele andere Themen haben wir auf dem Jugendtreffen am Donnerstag, den 11. November, angesprochen.

 Zu Beginn des Vortrags las Pfr. Vadim ein kleines, aber sehr aussagekräftiges Gleichnis über die Winzer vor. Was haben wir gehört?

Wir wissen aus der Heiligen Schrift, dass der Herr das Volk Israel beschützt und versorgt hat, es lange Zeit begleitet hat und ihm nicht nur das verheißene Land, sondern auch das Gesetz gegeben hat.

Die von Gott gegebenen Gebote waren kein Ziel, sondern eine Stütze für das Volk, ein Leitfaden dafür, wie das jüdische Volk Gott in seinem Leben finden sollte. Aber dadurch, dass das Volk eine andere Lebensweise als seine heidnischen Nachbarn annahm, verlor es den Glauben und hörte auf, die Gebote zu befolgen. Der Herr sandte seine Propheten zu den Menschen, um sie zur Vernunft zu bringen. Aber auch die Propheten wurden vom Volk nicht angenommen. Als schließlich der Herr Jesus Christus auf die Welt kam, wurde er von den Juden nicht angenommen und gekreuzigt.

index.jpg 19Was können wir aus diesem Gleichnis verstehen? Der Herr selbst wird als der Besitzer des Weinbergs dargestellt. Die Winzer sind das Volk Israel, das den Weinberg pflegen sollte. Der Zaun, der den Weinberg umgab, verweist auf das mosaische Gesetz, das das Volk schützen sollte. Der Weinberg verweist auf das Bild der Kirche. Die Winzer waren an das gewöhnt, was sie hatten. Als es an der Zeit war, dem Herrn etwas von den Früchten abzugeben, war ihre Gier so groß, dass sie einen Mordskurs einschlugen. Der Herr erkennt, dass die Winzer schrecklich sind, aber gleichzeitig sieht er, dass ihre Sündhaftigkeit sie überwältigt hat. Und hier können wir ein wichtiges Detail bemerken: Die Winzer waren keine Sklaven, sie hatten Freiheit. Indem der Herr des Weinbergs seine Diener mehrmals zu ihnen schickt, scheint er deutlich zu machen, dass er den Winzern immer noch vertraut und geduldig darauf wartet, dass sie ihr Verhalten ändern. Und selbst am Ende schickt er nicht eine Schar von Soldaten zu ihnen, sondern seinen Sohn. Hier sehen wir, wie der Herr Barmherzigkeit und Liebe als Antwort auf Grausamkeit und Habgier zeigt.

Als wir dieses Thema diskutierten, kamen wir zu dem Schluss, dass das Gleichnis auch heute noch aktuell ist. Wie böse Winzer klammern wir uns oft mit all unseren Gedanken und Gefühlen an das, was wir nur zum vorübergehenden Gebrauch und nicht für uns selbst haben. Wir vergessen oft Gott, wenn wir in unsere Sorgen vertieft sind.

Was können wir also tun, um nicht zu verärgerten Winzern zu werden? Unter den vielen verschiedenen Antworten gibt es eine gemeinsame und sehr wichtige: an uns selbst zu arbeiten. Zum Beispiel, sich öfter daran zu erinnern, wer uns unser Leben und alles, was wir haben, geschenkt hat, und es nicht als selbstverständlich anzusehen. Schließlich wurden die Trauben vor den Winzern gepflanzt. Und sie wurden nur dazu berufen, sie zu pflegen. Natürlich ist es nicht leicht, einen Kampf mit sich selbst zu führen. Der Mensch hat seine eigenen Begierden, kann sein ganzes Leben lang mit Gewohnheiten kämpfen. Aber durch ständiges Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten der Kirche wird er allmählich fähig, das Leben weise und vernünftig zu betrachten.

Wir können uns auch an die Worte des Apostels Paulus erinnern: "Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für die Menschen" (Kolosser 3,22). Es ist wichtig, bei alltäglichen Dingen an Gott zu denken, auch wenn dies nicht immer möglich ist. Gott verlangt jedoch nichts Unmögliches von uns, sondern klopft nur leise an das Herz eines jeden von uns und wartet darauf, dass wir uns ihm zuwenden.

Am Ende des Treffens wünschte Pater Vadim, dass wir lernen, uns Christus mit ganzem Herzen und mit allen Gefühlen anzunähern. Natürlich ist es sehr wichtig, die Grundlagen des eigenen Glaubens zu kennen, aber noch wichtiger ist es, ein Beispiel für einen wahren Christen zu sein, der im Glauben leuchtet und seine Nächsten damit ansteckt.

Daria Chudnykh 2021.11.11 Dortmund

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