Heute feiern wir den Einzug des Herrn. Und es scheint wie irgendwann, irgendwo anders. Aber die Kirche sagt: "Hier und jetzt. Und heute zu feiern, und in Deutschland."
Aber wie kann man heute an diesen Ereignissen mitschuldig sein?
Was ist Jerusalem? Geografisch-politisch ist es die Hauptstadt Israels, und das ist mir völlig egal. Schließen wir die Augen und sagen wir: "Jerusalem." Mauern und Tempel und sogar Esel und Menschen in bunten Kleidern aus der Kinderbibel werden uns erscheinen. Wenn wir etwas länger in die Stille lauschen, werden wir hören, dass Jerusalem auch unser ersehntes Ziel der Begegnung mit Christus ist - ein Ort in uns und gleichzeitig irgendwo weit weg.
Das sagt uns auch die Kirche: "Das hohe (himmlische) Jerusalem - es ist in jenen Himmeln, zu denen der Zugang mit dem Verstand und dem Herzen beginnt."
Diejenigen, die am Gottesdienst teilnahmen und das Evangelium hörten, sahen, wie sich die Kinder freuten und die normalen Menschen entrüstet waren. Und der Herr ... ging umher. Sie sagten zu ihm: "Verbiete ihnen, zu schreien", und er antwortete: "Die Steine werden schreien."
Im Wuppertaler Gottesdienst waren heute Abend nur wenige Menschen - eine Handvoll Studenten. Wo waren die anderen? Und die, die standen, sangen und lasen - denen ging alles Mögliche durch den Kopf. Und doch... Nachdem ich den Tempel verlassen hatte, spürte ich, wie die Steine meiner Seele vor Freude "aufschrieen". Das ist das Wunder der Kirche, - das, vor langer Zeit - hier und jetzt wieder aufleben zu lassen.
Lasst den Herrn in eure Seele kommen - hindert ihn nicht, zweifelt nicht, spottet nicht, macht kein Theater. Nein, nein, nein, nein. Warum, ja?
Gehen Sie zu allen Gottesdiensten: Donnerstag - zwei, Freitag - zwei, Samstag: am Morgen - unbedingt!!! Und zum Ostermorgen selbst! Es ist garantiert, geprüft - Christus wird (von dir) leiden, leiden und sogar in deiner Seele sterben. Aber... er wird auferstehen, obwohl du so feige, faul und gierig bist. Und wird dich zu einem Teilhaber an der Freude der Auferstehung machen. Und wenn Sie das nächste Mal in den Samstagsgottesdienst kommen und das Sonntagsevangelium über Maria, über die Jünger hören, wird Ihre Seele in Tränen ausbrechen. Denn es geht um Sie, es war auch in Ihrer Seele....
Soll er doch kommen und etwas schaffen!!!
Unterdiakon Veniamin Tsypin.
