Am 9. Juni feiert die Kirche das Fest des Heiligen Geistes, auch "Tag des Geistes" genannt. Der Tag des Heiligen Geistes fällt auf den einundfünfzigsten Tag nach Ostern, d. h. auf den ersten Montag nach dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit, und ist ein besonderes kirchliches Fest zu Ehren der dritten Person der Dreifaltigkeit, des Heiligen Geistes, der gleichberechtigt mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn verehrt wird.
An diesem Tag wird der Gründung der Kirche Christi auf Erden gedacht. Nachdem der Heilige Geist in Form von Flammenzungen auf die Apostel herabgekommen war, erhielten sie die "Gabe der Zungen", die sie befähigte, den Glauben an Christus in der ganzen Welt zu verkünden.
Die Apostel begannen, von Jesus als dem auferstandenen Christus, König und Herrn, zu zeugen. Die Jünger Christi wandten sich mit der ersten Predigt an die Bewohner Jerusalems, und die ersten Anhänger des Herrn und Erlösers wurden Mitglieder der Kirche Christi. Im Gottesdienst des Festes wird die Herabkunft des Heiligen Geistes zusammen mit der Erscheinung der Heiligen Dreifaltigkeit vor den Menschen gefeiert, denn im Kommen des Geistes zu den Menschen offenbart sich die Fülle der Gottheit, seine Selbstoffenbarung und Selbsthingabe an seine Schöpfung.
In der orthodoxen Tradition wird das Pfingstfest oft als Dreifaltigkeit bezeichnet, und sogar in der Mitte der Kirche wird an diesem Tag eine Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit in Form der drei Engel, die dem Urvater Abraham erschienen sind, herausgeholt. Die kanonische Ikone der Herabkunft des Heiligen Geistes zeigt Feuerzungen über den zwölf Aposteln, die in Einheit sitzen und das symbolische Bild der "Kosmos-Welt" umgeben.
Dies ist das erste Bild der apostolischen Kirche. Im Pfingstgottesdienst wurden zum ersten Mal seit Ostern die Gebete "O himmlischer König" und "Seht das wahre Licht" gesungen, in denen der Heilige Geist angerufen wurde, "zu kommen und uns zu beherbergen". In der Großen Vesper wurden Gebete gelesen, bei denen die Gläubigen zum ersten Mal seit Ostern niederknieten. An diesem Fest werden die Kirchen mit Blumen und Sommergrün geschmückt, als Zeichen dafür, dass der Geist Gottes als "Spender des Lebens" kommt, um die ganze Schöpfung zu erneuern.
In unserer Dreifaltigkeitskirche feierte der Rektor, Priester Vadim Abramov, zusammen mit den Priestern der Gemeinde am Tag des Heiligen Geistes die Göttliche Liturgie.
Am Ende des Gottesdienstes wandte sich Pater Vadim mit einer Predigt an die Gemeinde. Wir Christen müssen den Samen des Heiligen Geistes, der einem Menschen im Sakrament der Taufe geschenkt wird, nähren, damit er gute Früchte trägt und so lebt, dass unser Körper wirklich ein Tempel des Heiligen Geistes ist.
Es wurde ein Essen veranstaltet.
Das Essen ist nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein wichtiger Teil des geistlichen Lebens der Gemeinde, der Einheit und Gemeinschaft fördert.
