Radonitsa - Tag des besonderen kirchenweiten Gedenkens an die Verstorbenen. Abgeleitet von dem Wort Freude - da es immer auf das Osterfest fällt.
Sie wird am 9. Tag nach Ostern, dem Dienstag der Thomaswoche, gefeiert, um die Osterfreude mit der Familie und den Freunden zu teilen, die in der Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben gestorben sind.
Sie spiegelt den Glauben wider, dass die Toten auch nach dem Tod nicht aufhören, Glieder der Kirche des Gottes zu sein, der "ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden". (Matthäus 22:32).
An diesem Tag wird am Abend in unserer Kirche ein umfassender Gedenkgottesdienst gefeiert, bei dem auch Osterlieder gesungen werden.
Am Ende der Trauerfeier werden die Opfergaben für den Tempel geweiht - Öl, Mehl, Grieß, Kutiya usw.
Nach der Auslegung der Kirchenväter hat die Kutia eine symbolische spirituelle Bedeutung. Sie erinnert uns daran, dass "der Mensch als Samenkorn, als Weizen (die Kutia besteht aus Körnern - Pfr. K.P.), durch göttliche Kraft auferstehen wird und, als ob er gekeimt wäre, lebendig und vollkommen zu Christus gebracht wird" (St. Simeon von Thessaloniki).
Auch an diesem Tag besuchen die Angehörigen den Friedhof, um die Gräber zu reinigen und für die Verstorbenen zu beten.
Der Brauch, an diesen Tagen der Toten zu gedenken, hat seinen Grund darin, dass in der Thomaskirche auch des Abstiegs des Herrn Jesus Christus in die Hölle gedacht wird und die Statuten ab dem Montag der Thomaskirche den Beginn von Totengedenken erlauben.
А 9. Mai werden wir wieder auf den Friedhof kommen, um für unsere Landsleute zu beten, die auf dem Dortmunder Friedhof begraben sind.
1994 hat die Russische Orthodoxe Kirche durch einen Beschluss des Bischofsrates festgelegt, dass am Tag des Sieges - dem 9. Mai - alljährlich der verstorbenen Soldaten gedacht wird, die ihr Leben für ihren Glauben, ihr Vaterland und ihre Nation gelassen haben, sowie all derer, die im Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) gefallen sind.
