Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
14. Januar. Liturgie des Heiligen Basilius des Großen zum Fest der Beschneidung des Herrn
14. Januar. Liturgie des Heiligen Basilius des Großen zum Fest der Beschneidung des Herrn
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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In ihm seid auch ihr beschnitten durch die Beschneidung der Unbeschnittenheit, die Beseitigung des sündigen Leibes des Fleisches, die Beschneidung des Christus.(Kol., 2, 8-12.)

Am 14. Januar 2020, in der 31. Pfingstwoche, vor dem Dreikönigsfest, dem Fest der Beschneidung des Herrn und dem Fest des Heiligen Basilius des Großen, feierte der Rektor der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund, Priester Vadim Abramov, in Begleitung von Diakon Igor Shchirovsky die Göttliche Liturgie.

Am Ende des Gottesdienstes gratulierte der Rektor allen zum Fest und den Kommunikanten zum Empfang der heiligen Geheimnisse Christi.
Es wurde ein Essen veranstaltet.

 

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Wir bieten eine aktuelle Predigt über das Fest der Beschneidung des Herrn.

Heute feiern wir den Tag der Beschneidung des Herrn. Gott, der Mensch geworden ist, erduldet all die leidvollen und schmerzhaften Dinge, die auch alle seine Landsleute erduldet haben. Als Mensch erträgt Er die schmerzhafte Prozedur, die das jüdische Zeremonialgesetz vorschreibt, Er hungert, dürstet, dürstet, hat Mühsal und Entbehrungen. Und am Ende seines Dienstes erträgt er schreckliche Folterungen, die Qualen des Kreuzes, Qualen und Tod. All das, um uns zu retten und uns in das Reich Gottes zu bringen.
Die Beschneidung als religiöse Handlung gehört nicht der Vergangenheit an. Sie muss von jedem von uns durchgeführt werden. Nur das Organ der Beschneidung hat sich verändert. Sie hat sich vom physischen zum geistigen Ort verlagert. Von uns wird verlangt, dass wir das Herz unseres innersten Menschen beschneiden, dass wir sein Fleisch abstreifen, um seinen Geist freizulegen. Das ist kein abstraktes poetisches Bild, sondern ein ganz konkreter praktischer Vorgang. Wenn wir uns zum Essen hinsetzen, müssen wir unsere tierischen Begierden ausschalten und dürfen nicht zulassen, dass die Völlerei den Geist überwältigt. Wenn die Lust der Unzucht in uns aufsteigt, beschneiden wir unsere Gedanken und die gleichen tierisch-karnischen Begierden. Mit demselben scharfen Messer des Gebets, der Aufmerksamkeit, der Reue schneiden wir die Leidenschaften der Habgier, des Neids, der Verzagtheit, des Zorns, des Stolzes ab... Es ist ein schmerzhafterer Prozess, der ständige Anstrengungen erfordert, aber ohne ihn können wir nicht in den Neuen Bund eintreten, der im Blut unseres Erlösers geschlossen wurde.
Das neutestamentliche "Beschneidungsgebot" wird uns von Christus selbst gegeben und hört sich so an: "Wenn jemand mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach" (Matthäus 16,24).
Die Beschneidung ist ein gemeinsamer Prozess, an dem zwei Menschen beteiligt sind, der Mensch und Gott, die das Instrument der Beschneidung schärfen und führen. Leidvolle Umstände, Krankheit, Nöte aller Art sind das Messer, mit dem Gott unseren inneren Menschen reinigt und die Unzulänglichkeit unserer persönlichen Bemühungen bei der Beschneidung des Herzens ausgleicht. Oft bemitleiden wir uns selbst und haben Angst, die Verkommenheit unserer eigenen Seele zu beschneiden. Aber so wie Gott sich selbst nicht für die Rettung des Menschengeschlechts geschont hat, so brauchen wir uns selbst nicht zu schonen, um Gottes willen und für die Rettung unserer eigenen Seele.

Luka (Kovalenko), Metropolit von Saporoschje und Melitopol

 

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