Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
21.04.2026 Radonitsa. Gedenken an die Verstorbenen
21.04.2026 Radonitsa. Gedenken an die Verstorbenen
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Christus ist auferstanden!

Am 21. April, dem Dienstag der zweiten Osterwoche, wurde die Göttliche Liturgie in unserer Kirche in Radonitsa von Priester Igor Shchirovsky geleitet und von Priester Ilia Bologa gehalten. Priester Vitaly Sazonov hat in der Kirche gebetet und im Kirchenchor gesungen.

 

Nach dem Gottesdienst und dem anschließenden Essen besuchten einige Gemeindemitglieder den Friedhof, wo sie die Osterverse sangen und für die Verstorbenen beteten. des Gründers der Gemeinde und aller unserer Gemeindemitglieder, die auf dem Dortmunder Stadtfriedhof beigesetzt sind

Am Abend hielt Rektor Vadim Abramov in Begleitung der Geistlichen der Gemeinde einen Trauergottesdienst für alle orthodoxen Christen, die seit Jahrhunderten verstorben sind.

 

Radonitsa ist ein besonderer Tag in der orthodoxen Tradition, an dem die Lebenden der Verstorbenen nicht in trauerndem Schweigen und Leid um sie gedenken, sondern in stiller, leichter Freude. Er fällt immer auf den Dienstag der zweiten Woche nach Ostern und setzt gleichsam die Osterbotschaft fort: Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Übergang, der Triumph der Liebe über Schmerz und Vergessen.

Traditionell besuchen die Menschen an diesem Tag die Kirche, legen Zettel mit den Namen der Verstorbenen vor und nehmen an der Göttlichen Liturgie und dem Beerdigungsgottesdienst teil.

Die Wurzeln von Radonitsa reichen Jahrhunderte zurück und vereinen christliche und ältere, volkstümliche Traditionen. Schon vor dem Christentum gab es bei den Slawen im Frühjahr Gedenktage für die Vorfahren, an denen die Menschen zu den Grabstätten kamen, Leckereien mitbrachten und mit den Verstorbenen gleichsam ein Mahl teilten.

Mit dem Aufkommen des Christentums verschwand dieser Brauch nicht, sondern wurde umgedeutet. Die Kirche füllte ihn mit neuen Inhalten: statt heidnischer Darstellungen - Gebet, statt symbolischem Leckerbissen für die Toten - Gedenken und geistige Verbindung. So entstand der Tag, an dem das alte Ritual eine christliche Bedeutung erhielt.

Im modernen Lebensrhythmus erfüllt Radonitsa eine wichtige Funktion - sie bringt die Menschen zurück zum Thema Erinnerung, die nicht abstrakt, sondern sehr persönlich ist. Sie erinnert uns daran, dass Beziehungen nicht endgültig enden und dass die Vergangenheit die Gegenwart weiterhin beeinflusst. 

 Die Radoniza bleibt eine lebendige Tradition: nicht als obligatorischer Ritus, sondern als seltene Gelegenheit, mit der Stadt, der Familie, der Familiengeschichte und mit sich selbst in Kontakt zu bleiben. Um nicht zu demselben Iwan zu werden, der sich nicht mehr an seine Verwandtschaft erinnert.

Christus ist von den Toten auferstanden und hat den Tod durch den Tod belebt und denen, die im Grab sind, das Leben gegeben.

Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

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