
Frohes Fest der Verklärung des Herrn!
"Kommt, lasst uns hinaufgehen auf den Berg des Herrn und in das Haus unseres Gottes und die Herrlichkeit seiner Verklärung schauen, die Herrlichkeit wie die des eingeborenen Sohnes des Vaters, wir werden das Licht empfangen, und erhöht im Geiste werden wir singen das Lob der Dreifaltigkeit in Ewigkeit"
(Glorreiche Litia, Stimme 5).
Woran erinnern wir uns heute?
Im letzten Jahr seines irdischen Lebens ging der Herr Jesus Christus mit drei Jüngern, Petrus, Jakobus und Johannes, auf den Berg Tabor, um zu beten. Die Jünger schliefen ein, und als sie erwachten, sahen sie den Herrn mit den Propheten Mose und Elia über die kommenden Leiden sprechen. Das Antlitz des Heilands leuchtete wie die Sonne, seine Kleider waren wie Schnee, und es herrschte eine unaussprechliche Freude. Ich wünschte, es könnte für immer so bleiben.
Es ist süß und freudig, bei Gott zu sein. Und wird es uns vorenthalten? Nein, natürlich nicht. Und wir können diese Freude und Süße nicht nur spüren, sondern manchmal sogar den Widerschein von Gottes Licht sehen. In unserer Zeit und in unserem Leben treffen wir manchmal auf wunderbare Gesichter, die vor himmlischer Freude strahlen. Besonders oft kann man das bei einem Menschen sehen, nachdem er die heiligen Geheimnisse Christi empfangen hat oder nachdem er ein großes Leid erlitten hat. Es ist, als ob ein Mensch verwandelt wird, das göttliche Licht geht von ihm aus. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Und jeder Mensch kann so verwandelt werden. Mehr als das: Jeder Mensch sollte auf diese Weise verwandelt werden.
Das Licht der Verklärung, das Licht Gottes, hat die Erde nicht verlassen, man muss es suchen und sammeln. Und es gibt eine große Belohnung für denjenigen, der es sammelt, und ein großes Glück für denjenigen, der es findet. Um dieser Freude und dieses Glücks willen können wir uns in vielen Dingen einschränken, können wir uns vieler Dinge berauben.
Herr, lass uns dein Licht sehen; Herr, schenke uns dein Licht in unseren Herzen; sende uns dein Licht - Stille, Frieden, Freude, Liebe.
"Möge Dein immerwährendes Licht auch uns Sündern leuchten, durch die Gebete der Theotokos, Du Lichtträgerin, Dir sei Ehre. Amen.
Archimandrit Josef. Aachen. 2015
Auf dem Foto von Elena Kravets - Liturgie in unserem Tempel, der Ritus der Weihe der Früchte.















