Drei Jahre Wartezeit(einer der Lieblingssprüche von Pater Leonid).
Als Pfr. Leonid erkrankte, riefen viele Leute an und fragten nach seinem Befinden. Stellen Sie sich vor, hundert Menschen rufen Sie mehrmals pro Woche an! Damals begann unsere inzwischen "eingefrorene" Website "Hope", "Bulletins" über den Gesundheitszustand von Pater Leonid zu veröffentlichen.
Die Kräfte von Pater Leonid ließen nach. Seine Kräfte ließen nach, seine Krankheit schritt voran, und viele Menschen wünschten sich seinen Beistand. Ein Verwandter sagte später mit Schmerz und Klage: "Warum hast du mir nicht gesagt, dass es so schlimm ist - ich hatte keine Zeit! Und er war nicht allein...
Obwohl Pfr. Leonid blieb zwar bis zum letzten Moment optimistisch und ermutigte die Menschen um ihn herum, aber vor seinem Abschied kümmerte er sich noch um ein gewisses "geistiges Testament". Es trug den Titel: "Geschichte der Gemeinde Dortmund". Er begann es wenige Wochen vor seinem Tod zu schreiben, so als wolle er sein Leben zusammenfassen. In diesem Text gibt es keine Emotionen, keine Ansprüche und keine Klagen: Der Bischof hat ihn geschrieben, indem er von sich selbst in der dritten Person sprach, als ob er alles, was er getan hat, unparteiisch und von außen beurteilen würde... Es liest sich biblisch: "Hier bin ich und meine Kinder, die Gott mir gegeben hat". Und zwischen den Zeilen steht eine Frage, die an jedes dieser Kinder gerichtet ist: Ihr habt von Gott eine Gemeinschaft erhalten, einen Mentor. Wie lebt ihr? Was macht ihr? Wenn ihr heute an der Reihe wärt, wie würdet ihr diese Frage beantworten?
Auf dem Foto: Arbeit an der Überarbeitung des Textes des "Testaments".
