Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Woche des 16. Pfingstfestes
Woche des 16. Pfingstfestes
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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"Unter den Talenten des Evangeliums versteht man gemeinhin die Gaben und Fähigkeiten eines Menschen, die er in seinem Leben vermehren und entwickeln sollte.

"Ein Talent zu vergraben" bedeutet, seine Gaben nicht nutzen zu können, die Pflicht des Dienstes an Gott und dem Nächsten nicht bis zum Ende zu erfüllen. Aber nicht nur Fähigkeiten und Gaben werden uns, Brüder, unter den Talenten des Evangeliums vorgestellt.

"Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eines, einem jeden nach seiner Kraft ..."

Das Kreuz des Lebens, die Umgebung, die uns in unserem Leben umgibt, ist auch ein Talent, etwas, das wir nutzen müssen, das wir vermehren und wachsen lassen müssen.

Der Herr vergleicht die weltliche Weisheit des Christen mit der eines Schriftgelehrten, der das Himmelreich gelehrt hat und der wie ein Meister aus seiner Schatzkammer Neues und Altes nimmt, d.h. alle Lebensumstände zu nutzen weiß.

Wenn es dir gut geht, versuche, Gott zu dienen. Wenn du traurig bist, lass dich nicht entmutigen.

Ganz gleich, wie schwierig das Umfeld ist, in dem ein Christ lebt, ganz gleich, welche schwarzen Wolken sich über seinem Kopf zusammenbrauen, er wird immer als Sieger hervorgehen, wenn es ihm gelingt, bis zum Ende ein Christ zu bleiben.

Einst drohte ein römischer Statthalter dem heiligen Basilius dem Großen mit der Beschlagnahmung seines Vermögens, mit Verbannung und Tod. Der heilige Basilius antwortete ihm: "Ich habe keine Angst vor der Beschlagnahmung meines Eigentums, denn ich habe nur Bücher. Ich habe auch keine Angst vor dem Exil, denn die ganze Erde gehört dem Herrn... Und der Tod ist für mich nur eine Freude, denn durch ihn werde ich mit meinem geliebten Erlöser vereint sein.

Oh, wenn auch wir, liebe Brüder, lernen würden, in den Prüfungen, die uns widerfahren, nicht kleinmütig zu werden, sondern uns bemühen würden, in ihnen unser Herz zu reinigen und unsere kleinen Gaben zu vermehren, die wir in den Umständen eines ruhigen und erfolgreichen Lebens völlig vergessen."
Hieromonk Methodius Orthodoxie und Modernität. Elektronische Bibliothek.
Auf dem Foto: Sonntagsliturgie in der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund, 12. September. Unsere Geistlichen und Gemeindemitglieder.

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