
Der Heilige Abend - die 12 Tage des Kirchenjahres vom Fest der Geburt Christi bis zum Dreikönigsabend - neigen sich dem Ende zu.
Am Sonntag vor Epiphanias singt die Kirche das Gedenken an die 70 Apostel Jesu Christi. Das Wort "Apostel" wird aus dem Griechischen mit "ein Bote, der einen besonderen Auftrag ausführt" übersetzt. Dieser Auftrag war die Verkündigung des Evangeliums. Diese Verkündigung bestand aus den Worten: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr euch untereinander liebt. (Johannes 13:35)

Die Apostel zogen aus und predigten in verschiedenen Städten. Als sie zurückkehrten, berichteten sie Christus freudig, dass sogar die bösen Geister ihnen gehorchten, wenn sie seinen Namen aussprachen. Die Antwort des Erlösers war jedoch unerwartet: "Freut euch nicht, dass die Geister euch gehorchen, sondern freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind" (Lk 10,1-20).
Diese Worte sind die Essenz des Christentums. Es stellt sich heraus, dass sich der Glaube an Christus überhaupt nicht in Wundern ausdrückt, sondern in der Liebe zu ihm
Auf der Grundlage der göttlichen Schrift, der Überlieferung der heiligen Väter, der antiken Historiker und zuverlässiger kirchlicher Erzähler kann das Antlitz der heiligen siebzig Apostel dargestellt werden.
Der erste der siebzig Apostel war Jakobus, der Bruder des Herrn, den der Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater erwähnt: "Ich ging nach Jerusalem, um Petrus zu sehen; aber von den Aposteln sah ich keinen anderen als Jakobus, den Bruder des Herrn" (Galater 1,18-19). Nach der Tradition wurde er zum ersten Bischof von Jerusalem ernannt, da er von Christus selbst während seines irdischen Lebens ausgewählt und geweiht wurde.
Sie können über die anderen Apostel lesen hier.

