Eugenia Zimmer
In den Herbstferien bin ich mit den Kindern unserer Gemeinde ins CVJM-Haus Köttingen nach Lindlar gefahren, wo wir sechs Tage lang gemeinsam verbracht haben.
Der erste Tag nach der Ankunft war dem Einrichten der Zimmer, der Aufteilung der Kinder auf die Familien sowie einem Einführungsabend mit verschiedenen Wettbewerben unter Beteiligung der Kinder gewidmet. In den folgenden Tagen lebten wir nach dem Lagerregime, über das ich gerne ausführlicher berichten möchte.
Die Betreuerinnen begannen ihren Morgen um 7 Uhr mit einer Akathistie an die Heilige Jungfrau Maria vor der Ikone der "Erziehung", und um 7.30 Uhr weckte eine bimmelnde Glocke die Kinder zur Bewegung. Diese wiederum öffneten kaum die Augen und begaben sich verantwortungsbewusst auf den Hof, um sich zu bewegen. Danach kehrten die Kinder in ihre Zimmer zurück, um sich zu waschen, umzuziehen und ihre Haare zu kämmen, und dann versammelten wir uns alle zusammen mit Pater Vadim zum Gebet in der Lagerkirche.
Die Gebetsregeln im Lager fanden dreimal am Tag statt. Die Gebete wurden von den Kindern gelesen und gesungen, deren Familie zu dieser Zeit Gebetsdienst hatte. Das Morgengebet endete mit dem Empfang der Hostie und des Weihwassers.
Danach gingen wir zum Frühstück, bei dem der Lagerleiter Vlad Litau den Plan für den kommenden Tag bekannt gab und uns an die Regeln und Vorschriften des Lagers erinnerte. Nach dem Frühstück blieb die diensthabende Familie, um den Speisesaal zu reinigen und das Geschirr abzuwaschen, während die beiden anderen Familien ihre Zimmer und Flure reinigten.
Um 11 Uhr gingen alle in den Unterricht, wo wir über Tugenden, Sünden und die Beichte sprachen. Es war interessant, die Antworten der Kinder auf die Fragen zu hören, die wir stellten. Besonders in der jüngeren Gruppe. Trotz ihres jungen Alters hatte jeder von ihnen etwas zu sagen.
Am Ende des Unterrichts gingen die Kinder und ich nach draußen, um an der frischen Luft zu spielen. Dann versammelten wir uns zum Nachmittagsgebet und anschließend zum Mittagessen, bei dem Vater Vadim uns ein Buch mit guten Kindergeschichten vorlas.
Nach dem Essen gingen wir gemeinsam spazieren, und nach unserer Rückkehr gingen wir auf dieselbe freundliche Art und Weise zu unseren Gütern.
Irina Wagner war für das kreative Vorhaben verantwortlich. Unter ihrer Anleitung lernten die Kinder, auf verschiedenen Materialien zu zeichnen: Zapfen, Steine, Holz und Papier. Die Zeichnungen auf Papier wurden mit speziellem Öl bestrichen und dann ausgeschnitten.
Eugenia Zimmer war für die Gebäckstation zuständig, an der Waffeln und Fantakuchen gebacken wurden. Die Aufgabe der Kinder war es, alle notwendigen Zutaten in der Küche zu finden, den Teig für die Waffeln vorzubereiten und sie selbst zu backen.
Felix Wagenblass war für die Kerzenabteilung zuständig. Zusammen mit den Kindern bereiteten sie zuerst die Dochte und dann die Kerzen vor. An jede Kerze hängten die Kinder Schilder mit ihren Namen in Form von Blättern. Sie waren sehr glücklich über ihr Ergebnis und liefen den ganzen Abend mit den Kerzen in der Hand herum.
Die sportlichen Bemühungen wurden durch zwei Sportarten repräsentiert. Uliana Schnell und Peter Oleniewicz organisierten ein Tennisturnier, während Gavriil Wagenblass und Mikhail Blokhin den Kindern halfen, Basketball zu lernen und zu üben.
Nach den Predigten gingen wir zum Abendgebet nach oben, und dann gingen wir zum Abendessen. Beim Abendessen verkündete Vlad, wessen Zimmer am saubersten war, und schenkte den Bewohnern des Zimmers ein Plüschtier, das sie bis zum nächsten Tag behalten und dann entweder behalten oder den anderen Gewinnern schenken konnten. Am Ende des Essens sangen die Kinder gerne Lieder aus ihren Liederbüchern.
Die diensthabende Familie blieb, um aufzuräumen, während die anderen in ihre Zimmer gingen, um sich zu waschen und sich auf die Abendlektüre vorzubereiten. Zu diesem Zweck versammelten sich die Kinder im Erdgeschoss in einer gemütlichen Ecke mit Sofas und Stühlen. Sie schalteten die Lampe an und Irina Wagner begann, Geschichten vorzulesen. Der Tag neigte sich dem Ende zu, die Uhr ging aus und die Kinder gingen in ihre Zimmer. Nachdem die Kinder ins Bett gebracht worden waren, versammelten sich die Erzieher zusammen mit dem Lagerleiter und Pater Vadim, um den Tag zu resümieren.
Einen der Abende widmeten wir den Liedern am Lagerfeuer. Das ist eine besondere Zeit in jedem Lager.
Am Donnerstag feierten wir einen Abendmahlsgottesdienst, bei dem jeder das Abendmahl empfangen konnte. Am selben Tag gingen alle Camper nach dem Mittagessen auf eine Wanderung, um Schätze in Form von versteckten Süßigkeiten zu suchen, für die die Betreuer Aufgaben vorbereitet hatten. Am Donnerstag und Freitag gratulierten wir unseren Geburtstagskindern.
So ereignisreich verlief die Woche und es war Zeit, sich zu verabschieden. Es war meine erste Erfahrung. Da ich direkt in die Organisation involviert war und in engem Kontakt mit den Kindern stand, verstand ich, dass ein Kindercamp es ermöglicht, verschiedene soziale Fähigkeiten und moralische Qualitäten bei den Kindern auszubilden und zu entwickeln, zum Beispiel Initiative, Entschlossenheit, Kontaktfreudigkeit, Mut und Sinn für Humor.
Ich möchte dem Leiter des Kinderlagers Vlad Litau und dem gesamten Personal für die Organisation und die gemeinsame freundliche Arbeit, für die Aufmerksamkeit und die Fürsorge, mit der sie die Kinder während der Ferien umgeben haben, herzlich danken.
Video und Fotos finden Sie unter hier:
