Im Rahmen der Kurse der Gedächtnisschule finden weiterhin kreative Malstunden statt. Nach und nach entwickelt sich eine neue Arbeitsrichtung der Gruppe: Durch das kreative Schaffen lernen die Teilnehmer nicht nur die Kunst kennen, sondern trainieren auch ihr Gedächtnis, ihre Aufmerksamkeit und ihre Konzentrationsfähigkeit.
Der Unterricht findet abwechselnd statt: In der einen Woche findet der klassische Unterricht der Gedächtnisschule statt, in der nächsten das Zeichnen.
In der nächsten Unterrichtseinheit beginnen die Teilnehmer mit der Vorbereitung eines Pannos, das als Grundlage für künftige kreative Arbeiten dienen wird. Im weiteren Verlauf kann dann jeder, der möchte, sein eigenes Bild im Stil der Petrykow-Malerei gestalten. Die Künstlerin Olga Gera verspricht, jedem Teilnehmer zu helfen – unabhängig von dessen Erfahrung und künstlerischen Fähigkeiten.
Besonderes Augenmerk wird im Unterricht auf die Förderung des visuellen Gedächtnisses und des Kurzzeitgedächtnisses gelegt. Dazu werden spezielle Übungen eingesetzt: Den Teilnehmern wird für kurze Zeit ein Bild an der Tafel gezeigt; sie werden gebeten, es sich genau anzusehen und sich einzuprägen, woraufhin das Bild verdeckt wird. Die Aufgabe besteht darin, das Gesehene aus dem Gedächtnis wiederzugeben.
Solche Übungen erfordern höchste Konzentration und regen die Aufmerksamkeit deutlich an: Die Teilnehmer berichten, dass sie während der Aufgaben eine Anspannung verspüren und das Gefühl haben, echte geistige Anstrengung aufbringen zu müssen. Gerade in solchen Momenten wird einem besonders deutlich, dass das Gedächtnis eine Fähigkeit ist, die man trainieren kann.
Das Malen wird für die Teilnehmer der Gedächtnisschule nicht nur zu einer angenehmen Beschäftigung, sondern auch zu einer weiteren Möglichkeit, die geistige Aktivität zu fördern, die Beobachtungsgabe und das Gedächtnis zu schulen, kreative Fähigkeiten zu entfalten und Freude an der gemeinsamen Arbeit zu haben.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, an den Kursen teilzunehmen!
Vor allem jetzt, da eine neue kreative Phase bevorsteht – die Vorbereitung eines gemeinsamen Wandbildes und die Schaffung eigener Werke im Stil der Petrikower Malerei.
Die Leiterin der Schule der Erinnerung, Ekaterina Keller-
