30. Oktober, Am vierten Todestag von Erzpriester Leonid Tsypin, dem Gründer der Dortmunder Dreifaltigkeitskirche, der für sein Andenken geehrt wird, fand eine Requiem-Liturgie statt.
Der Gottesdienst wurde von Pater Leonids Freund Pater Andrey Fedorov, einem Geistlichen der Diözese Novosibirsk, geleitet. Der Gottesdienst wurde von Pater Andrey Fedorov, einem Freund von Pater Leonid, einem Geistlichen der Diözese Nowosibirsk, geleitet und von den Geistlichen der Dreifaltigkeitskirche, Pater Vadim Abramov und den Priestern Pater Sergius Khodakovsky und Hieromonk Philaret, die eigens aus Sibirien zu den Feierlichkeiten angereist waren, begleitet. Viele Gemeindemitglieder, die zu Ehren des verstorbenen Rektors gekommen waren, beteten ebenfalls bei dem Gottesdienst.
Um 16.00 Uhr fand auf dem Friedhof in der Nähe des Grabes ein Gedenkgottesdienst statt, gefolgt von einem Gedenkessen in der Kirche.
Inhaltsangabe:
In der Liturgie selbst wird nach der Konsekration des Allerheiligsten Sakraments ein zweites Gedenken der Lebenden und der Verstorbenen mit Namen vollzogen. Dies ist das wichtigste, das kraftvollste, das wirksamste Gedenken.
"Es wird für die Seelen, für die gebetet wird, von großem Nutzen sein, wenn das heilige und leidende Opfer dargebracht wird", sagt der heilige Kyrill von Jerusalem.
"Nicht umsonst haben die Apostel", sagt der heilige Chrysostomus, "das Gedenken an die Verstorbenen während des Letzten Abendmahls eingeführt: Sie wussten, dass es ihnen viel Nutzen bringen würde, viel Nutzen. Wenn das ganze Volk und das heilige Antlitz mit ausgestreckten Händen dasteht und das letzte Opfer vor uns ist, wie sollten wir da nicht Gott anflehen und für sie bitten?"
Das Gedenken an die Lebenden und die Verstorbenen in der Liturgie schließt mit dem kühnen Ruf der Kirche: "Wasche, o Herr, die Sünden derer, derer hier gedacht wird, mit Deinem ehrlichen Blut ab, durch die Gebete Deiner Heiligen".
Die Kirche betrachtet diesen Ausruf nicht so sehr als ein Gebet, sondern als eine Bitte, daß es so sein wird, daß der Herr durch die Kraft des großen eucharistischen Opfers, durch die unzweideutige Versicherung des Apostels über die große reinigende Kraft des Blutes des Gottessohnes und durch die Gebete seiner Heiligen ihre Bitte um die Abwaschung der Sünden der Vergessenen erfüllen wird, sie gewiß erfüllen wird und sie bereits im Augenblick des Eintauchens der zum Gedenken an die Lebenden und Verstorbenen genommenen Teile der Hostie in das göttliche Blut zu erfüllen beginnt. So ist der Ruf "Wasche ab, o Herr..." gleichsam ein Zeugnis für eine Tatsache, die bereits im Gange ist.
