«Dieser Sabbat ist ein gesegneter Sabbat....»
Wer nicht am Großen Sabbat teilgenommen hat, kann die Fülle der Freude der Großen Fastenzeit nur schwer nachvollziehen.
Die Stunden beginnen: die üblichen Psalmen, aber sie klingen nicht wie an anderen Tagen - in der Mitte der Kirche liegt das Grabtuch. Die Kondakas und Troparionen werden gelesen, und man hört, dass es keinen Tod gibt. Und es geht nicht nur um Christus - es geht um dich! Dann beginnt die Vesper, die die übliche Vorstellung vom Tod buchstäblich sprengt. In der ersten Strophe heißt es: "Die Hölle schreit heute.". Alle Texte sind freudig und triumphierend: Christus hat Hölle, Tod und Hoffnungslosigkeit überwunden. Jetzt geht jeder, der stirbt, zu Christus - wenn er zu Christus gehört! Der ganze Gottesdienst, der folgt, stärkt Sie darin.
In den 15 paremi siehst du, wie der Herr die Welt und dich erschafft, wie er dich durch ein hoffnungslos tobendes Meer führt. Du triffst Elia und Elisa - durch ihren Glauben überwinden sie deine Angst vor dem Tod. Mit Jona beschließt du, nicht deinem Herzen, sondern deinem Verstand zu folgen. Drei Tage (oder vielleicht auch drei Jahre) lang befinden Sie sich mit ihm in der Hoffnungslosigkeit. Sie scheinen am Leben zu sein, aber es gibt keine Freude am Leben. Du gehst mit ihm nach Ninive, und als du siehst, dass Gott tut, was er will, und nicht, was du willst, bist du bestürzt, bis hin zum Tod.
Mit Josua willst du dein Leben heldenhaft aufbauen, aber dir wird gesagt, dass du die Schuhe von deinen Füßen nehmen sollst, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig.
Wie oft sehen wir nicht, dass Gott bereits in uns ist, und in anderen ist er schon immer in uns gewesen, aber du willst dich verteidigen, verfolgen, darauf bestehen. Der Herr verspricht Ihnen, dass das Leben, das er für Sie und Ihre Nachkommen bereithält, absolut erstaunlich ist: "Alle Reichtümer werden zu dir fließen und du wirst an der Brust des Königs saugen." - und dass das Leben des nächsten Jahrhunderts "spottet jeder Beschreibung".
Dann sagt der Apostel: "Auf seinen Tod wurden sie getauft". - Wenn wir also mit ihm gestorben sind, werden wir auch in seiner Auferstehung auferweckt werden. Dann ruft der Leser aus: "Erhebe dich, Herr, und richte die Erde, denn du hast in allen Völkern geerbt." Und es geschieht ein Wunder: Plötzlich wird alles im Tempel heller, "die Priester und Diakone ziehen ihre schwarzen Gewänder aus und legen weiße an". Anstelle der üblichen Cherubim hören wir: "Alles menschliche Fleisch soll schweigen und nichts Irdisches an sich denken..."
Und so stehen Sie für den Rest des Gottesdienstes in stiller Freude.....
Veniamin Zypin
Auf dem Foto: All-Night-Gottesdienst, Liturgie, Weihe von Ostern und Kulichs.
