27.09.2016
Verherrlichung des ehrwürdigen und lebensschaffenden Kreuzes des Herrn
"Das Wort vom Kreuz ist für die Verlorenen eine Torheit,
für uns aber, die wir gerettet werden, ist es die Kraft Gottes". (1. Korinther 1, 18)
Als der Heilige Geist auf die Apostel kam (wie Lukas in den ersten Kapiteln seiner Apostelgeschichte beschreibt), verbreitete sich der christliche Glaube rasch über die ganze Erde. Doch die heidnischen Kaiser behandelten die Christen mit Feindseligkeit, verfolgten sie auf jede erdenkliche Weise, folterten sie und brachten viele von ihnen in den Tod. Die Verfolgung der Christen dauerte dreihundert Jahre und endete erst unter Kaiser Konstantin dem Großen, der selbst den christlichen Glauben annahm.
Die fromme Königin Helena, Mutter des Kaisers Konstantin, reiste nach Jerusalem, um das Heilige Kreuz zu finden, an dem unser Herr Jesus Christus gekreuzigt wurde. Der Patriarch Makarius von Jerosalem empfing die Königin mit angemessenen Ehren.
Die selige Helena befahl den Juden, den Ort herauszufinden und ihr zu zeigen, wo das Ehrenkreuz versteckt war. Keiner der Juden wollte etwas sagen. Daraufhin drohte Königin Helena, alle in der Stadt lebenden Juden zu töten und zu foltern.
Erst dann wies man sie auf einen gewissen alten Mann namens Juda hin, der ihr zeigen konnte, wonach sie suchte. Sie stellten ihm viele Fragen über den Ort, aber er blieb hartnäckig und wollte den heiligen Ort nicht verraten. Erst nachdem Judas in einen tiefen Graben geworfen worden war und dort lange Zeit gesessen hatte, willigte er ein und zeigte den Ort, an dem das Heilige Kreuz des Herrn verborgen war.
An dieser Stelle befand sich einst ein großer Berg. Hier baute der römische Kaiser Andreanus einen Tempel für die heidnische Göttin Venus.
Königin Elena ordnete an, den Götzentempel bis auf den Grund zu zerstören.
Wie die heilige Überlieferung berichtet, betete der Patriarch Makarius an diesem Ort, "Der Gestank des Duftes ist verschwunden." (d.h. ein angenehmer, wohlriechender Geruch). Und der Thronsaal wurde geöffnet (Matthäus 27,33), und sie fanden drei Kreuze und daneben eine Tafel mit der Aufschrift: Jesus von Nazareth, König der Juden (Johannes 19,19).
Sie fanden auch ehrliche Nägel in der Nähe der Kreuze. Die Christen waren verwirrt, denn sie wussten nicht, welches der drei Kreuze sie benutzen sollten.
Der Herr. Die Geschichte besagt, dass nicht weit von diesem Ort ein totes Mädchen zur Bestattung getragen wurde. Patriarch Macarius befahl ihnen, anzuhalten und abwechselnd Kreuze auf die Verstorbene zu legen. Als sie das Kreuz Christi anbrachten, wurde das tote Mädchen zum Erstaunen aller wieder zum Leben erweckt.
Alle, die dort waren, wollten das Heilige Kreuz so schnell wie möglich sehen. Königin Helena nahm und küsste das Heilige Kreuz mit großer Freude und betete es an. Dann stieg Patriarch Macarius von Jerosalem zum Ambo der Kirche in Jerosalem hinauf und begann, das Kreuz zu erheben, und
betete das Volk ihn an und rief: "Herr, erbarme dich. Da glaubte Juda, der Judenälteste, und viele Juden mit ihm. В 
Judas erhielt bei seiner Taufe den Namen Cyriacus. Unter dem Kaiser Julian dem Apostaten wurde er Patriarch von Jerusalem und erlitt den Märtyrertod.
Das feierliche Ereignis der Auffindung des Ehrenkreuzes fand im Jahr 326 statt. Bald darauf wurde auf Golgotha ein majestätischer Tempel im Namen der Auferstehung Christi errichtet, dessen Einweihung am 13. September 335 stattfand. Am zweiten Tag wurde er errichtet
um die Erhöhung des heiligen und lebensschaffenden Kreuzes des Herrn zu feiern.
An diesem Fest wird das Heilige Kreuz während der Matutin feierlich vom Altar zur Anbetung in die Mitte der Kirche getragen. (Foto)
Frohes Fest, Christen!
Foto: Nächtliche Vigil und Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund am Fest der Erhöhung des Heiligen Kreuzes.
1. Kreuz mit einem Stück des Lebensspendenden Kreuzes.
2. Polyelaion.
3 M. Elena ("Und einer ist ein Krieger auf dem Feld...").
4. die Beichte.
5. Das Gebet.
6. Abnehmen des Kreuzes.
7. Anbetung.
8. 9. Zum Abendmahl.
