Priester Theodore Ludogovsky: «Seien wir ehrlich zu uns selbst: Das Herannahen der Fastenzeit löst bei vielen von uns, wenn nicht Verzagtheit, so doch Beklemmung aus: Wieder sieben Wochen lang kein Fleisch, keine Milchprodukte oder gar Fisch essen? Werde ich das aushalten können? Oder werde ich zusammenbrechen und gegen die Vorschriften der Kirche verstoßen? Doch nun beginnt die Fastenzeit, und plötzlich spüren wir eine gewisse Frische und Lebendigkeit. So sollte es auch sein:
"Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht" (Matthäus 6,17) - sagt uns Christus im Evangelium. Und die Kirche ruft uns am ersten Tag der Fastenzeit dazu auf:
Lasst uns unsere heilige Enthaltsamkeit mit Licht beginnen, das mit den Strahlen der heiligen Gebote Christi, unseres Gottes, leuchtet, die Liebe mit Leichtigkeit, das Gebet mit Helligkeit, die Reinheit mit Läuterung, das gute Menschentum mit Festung, damit wir lichttragend sind und in die heilige und dreitägige Auferstehung eingehen, die der Welt mit Unverweslichkeit leuchtet.
Im Bild:
Litia für den Verstorbenen. ( In der Zeit der Heiligen Vierheit schreibt das Typikon die Litia am Ende der 1. Stunde und bei der Entlassung aus der Vesper vor).
Verlesung des Großen Kanons des Heiligen Andreas von Kreta
