Der heilige Theophanes der Einsiedler. (Apostelgeschichte 28; 1-31; Johannes 21, 15-25). Niemand ist zu faul, um seiner Eltern zu gedenken; aber aller orthodoxen Christen sollte man gedenken, und zwar nicht nur an diesem Tag, sondern zu jeder Zeit, bei jedem Gebet. Wir selbst werden dabei sein, und wir werden zu diesem Gebet gezwungen sein, wie der arme Mann zu einem Stück Brot und einem Becher mit Wasser. Denkt daran, dass das Gebet für die Entschlafenen in seiner Gemeinsamkeit stark ist, weil es im Namen der ganzen Kirche gesprochen wird.
Die Kirche atmet durch das Gebet. Aber wie in der natürlichen Ordnung bei der Schwangerschaft die Mutter atmet und die Kraft des Atems auf das Kind übergeht, so atmet auch in der gnadenhaften Ordnung die Kirche durch das gemeinsame Gebet aller, und die Kraft des Gebetes wird auf die Verstorbenen übertragen, die im Schoß der Kirche enthalten sind, die aus Lebenden und Toten, Kämpfenden und Triumphierenden besteht. Seid also nicht faul, bei jedem Gebet eifrig aller unserer verstorbenen Väter und Brüder zu gedenken. Das wird euer Almosen für sie sein....
