Priester Cesar Axinte.
(Röm. 5, 1-10; Matthäus 6: 22-33). "Wenn dein Auge rein ist, wird dein ganzer Körper hell sein; wenn aber dein Auge böse ist, wird dein ganzer Körper dunkel sein.
Die Welt krankt, liebe Brüder, an einem Mangel an Liebe. Noch nie gab es auf der Welt einen solchen Überfluss wie heute. Könige und Kaiser wünschten sich, sie könnten so essen und leben wie wir, selbst der Durchschnitt unter uns. Im Hochsommer, bei +40 Grad, sind unsere Häuser +20; im Hochwinter, bei -20 Grad, sind wir warm. Mitten im Winter essen wir Tomaten, und siehe da, alle Früchte der Erde und alles, wovon wir je gehört haben, wurde von dem einen oder anderen Ende der Erde für unseren Schoß hierher gebracht - und trotzdem scheint es, dass der Mensch noch nie so sehr gelitten hat wie jetzt. Und warum?
Denn die Seele, der innere Mensch, wird von uns immer mehr im Stich gelassen. Wir haben den fleischlichen Menschen auf ein Podest gestellt, ihn mit dicken Mauern umgeben, damit nichts von außen eindringen kann, damit er seine Privatsphäre hat. Aber welche Privatsphäre kann es für einen Menschen geben, der nackt ist, der des Gewandes des Lichts, des Gewandes der Gnade beraubt ist? Wie Adam sagt:
- Ich versteckte mich, weil ich mich schämte (vgl. Gen 3,10).
Wo könntest du dich vor dem Antlitz des Herrn verstecken? Wo kannst du dich verstecken, und wer kann deinen Schmerz und dein Leid stillen, wenn du des geistlichen Gewandes der Gnade beraubt bist?
