Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Warum heißt der Sonntag der Vergebung "Sonntag des Verzeihens"?
Warum heißt der Sonntag der Vergebung "Sonntag des Verzeihens"?
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Die Grundlage des Ordens der Vergebung ist mit der alten Tradition des ägyptischen Mönchtums verbunden. Nach dieser Tradition zogen sich die Mönche für die Zeit des Fastens vor dem Pascha (der vierten Woche) an einsame, verlassene Orte zurück.

 Dort intensivierten sie ihre asketischen Übungen, indem sie intensiv beteten und Buße taten, um sich auf Ostern vorzubereiten und sich innerlich zu läutern.

 Bevor sie jedoch die Klostermauern verließen, versammelten sich die Brüder zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Dieser fand am letzten Tag der Karwoche statt. An diesem Tag versöhnten sich die Brüder in Christus, baten einander um Vergebung, vergaßen ihre angesammelten Vergehen und empfingen einen Segen. Am Ende der Vesper gingen die Mönche auseinander.

 Diese gute klösterliche Tradition war vor allem mit dem Gebot Christi verbunden, dem Nächsten seine Schuld zu vergeben (Mt. 18,21-22), Frieden zu halten, zu lieben (Mk. 12,31).

 Gleichzeitig gab es auch einen privaten Grund dafür. Indem sie in ein halbwildes Land gingen, setzten die Brüder ihr Leben in potenzielle Gefahr: Viele wussten nicht, ob sie bis Ostern zurückkehren würden oder ob sie überhaupt zurückkehren würden. Als sie darüber nachdachten, wurde ihnen klar, dass es vielleicht keine weitere Gelegenheit geben würde, ihren Nachbarn zu vergeben und sie selbst um Vergebung zu bitten. Wer will schon ohne Vergebung, ohne Frieden mit seinen Brüdern sterben?

 In der Folge verbreitete sich unter den Laien die Tradition, am Vorabend der Fastenzeit um Vergebung zu bitten und sich mit den Nachbarn zu versöhnen. Diese Praxis trägt dazu bei, sich besser auf die Reue einzustellen und die Fastenzeit in einem gehobenen Geisteszustand zu beginnen.

 Die Vergebungsordnung in der Kirche ist mit der Vesper verbunden und wird nach der Entlassung gefeiert. Seine allgemeinen Merkmale sind wie folgt.

 Der Abt verneigt sich irdisch vor dem Kruzifix, den Ikonen des Erlösers und der Gottesmutter, die zuvor auf dem Altarraum aufgestellt wurden, und küsst dann ehrfürchtig das Kreuz und die Ikonen. Danach wendet er sich mit einer pastoralen Ermahnung an die Versammelten. Dann bittet er aufrichtig um Vergebung der Sünden und verneigt sich in Demut. Die Anwesenden erwidern seine Bitte mit einer Verbeugung und den Worten: "Gott wird dir vergeben, heiliger Vater".

 Schließlich nimmt der Rektor das Kreuz. Die anderen Geistlichen beginnen (entsprechend ihrem Dienstalter), ihre Hände auf die Ikonen auf dem Analogon zu legen, nähern sich dem Rektor und legen ihre Hände auf das Kreuz. Dann beugen sie ihre Schultern (ramen) zum Rektor und zueinander und bitten sich gegenseitig um Vergebung.

 Dann treten die Laien einzeln vor, küssen das Kreuz und die Ikonen und bitten die Gemeindemitglieder und die anderen um Vergebung.

 Die Gläubigen nehmen nicht nur am Vergebungsritus teil, sondern bitten auch zu Hause, am Arbeitsplatz und generell überall dort, wo es angebracht ist, um Vergebung.

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