Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Auf dem Berg Sinai getötete Pfarrersväter
Auf dem Berg Sinai getötete Pfarrersväter
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Auf dem Berg Sinai getötete Pfarrersväter

 

Speicher 14 / 27 Januar.

Im sechsten Jahrhundert ordnete Kaiser Justinian den Bau eines Klosters an den Hängen des Berges Sinai an, eine Art Festung mitten in der Wüste, die später der Heiligen Katharina geweiht wurde. Doch schon lange vorher hatten viele Asketen in der Wüste Sinai gelebt, wo Gott einst sein Volk vierzig Jahre lang auf die Probe gestellt und ihm so viele Zeichen und Wunder gezeigt hatte. Groß und wunderbar waren die Tugenden dieser heiligen Mönche, Männer, die durch asketische Taten von der Last des Fleisches befreit waren und durch unablässiges Gebet Engeln glichen. Sie gaben sich ganz in die Hände der göttlichen Vorsehung und waren den Räubern, die die Wüste überfielen, schutzlos ausgeliefert.

Es war einmal eine Zeit.[1] Ein Beduinenstamm lagerte in der Nähe der Kirche, in der sich die heiligen Väter jeden Sonntag versammelten, um die heiligen Geheimnisse zu empfangen. Plötzlich starb der Anführer der Beduinen. In ihrer Wut töteten die Barbaren gnadenlos den Abt von Dulu und alle Mönche, die sich zu dieser Zeit in ihren Zellen in der Gegend aufhielten. Ihr Blut hatte bereits die trockene Erde getränkt, als eine gigantische Flamme von der Spitze des Berges Sinai emporschoss und den gesamten Gottesberg in eine Feuer- und Rauchsäule verwandelte. Die verblüfften Barbaren flohen verwirrt und ließen den traurigen Anblick von 38 Leichen der Mönche zurück, die auf grausame Weise verstümmelt worden waren: Bei einigen lagen die abgetrennten Köpfe auf einem Hautlappen, der auf die Brust oder den Rücken fiel, bei anderen waren die Körper in zwei Hälften geteilt, und wieder andere lagen mit aufgeschnittenem Bauch oder abgetrennten Gliedmaßen da.

Die wenigen Überlebenden begruben die Gefallenen unter Tränen und fanden zwei noch lebende Mönche. Einer von ihnen war noch am selben Abend gestorben, während der andere, namens Savva, leicht verwundet war und zum Herrn weinte: "Wehe mir, Sünder und Unwürdiger, dem einzigen, der nicht an die ewige Schönheit gebunden ist, die die heiligen Märtyrer heute geschenkt haben". Der Herr erhörte das Gebet des Mönchs, und er übergab Ihm seine Seele und vervollständigte die Schar der vierzig heiligen Väter.

[1] Einigen zufolge fand dieses Ereignis während der Herrschaft von Diokletian und dem Episkopat des Heiligen Petrus von Alexandria statt, während andere meinen, dass es während der Herrschaft von Theodosius dem Großen († 395) stattfand.

 

27. Januar 2013.

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