Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Auf Wiedersehen Sonntag
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Metropolit Anthony Surozhsky. Kurzes Wort vor dem Ritus der Vergebung 17. März 2002.

Ich werde keine Predigt über einen so beeindruckenden Abend halten. Ich möchte nur sagen, dass heute Abend für uns alle eine Reise beginnt. Wir gehen mit dem Heiland Christus bis zu seiner Kreuzigung. Wir gehen, wie seine Jünger gegangen sind, an seiner Seite. Sie wussten nicht, dass er ans Kreuz gehen würde - wir schon. Und deshalb müssen wir uns fragen: Wie gehen wir gemeinsam mit Christus zu seiner Kreuzigung, zu dem Tod, den er für jeden von uns auf sich nimmt? Wie können wir gehen, wenn wir nicht miteinander versöhnt sind? Wie können wir mit ihm gehen, der sein Leben für unsere Versöhnung mit Gott hingibt, wenn wir nicht den Mut, die Reinheit und die Demut finden, einander zu vergeben?

Wenn ihr also unter den Segen kommt, bevor ihr diese Reise antretet, bietet euch gegenseitig eure Vergebung an. Denkt an alle, die ihr mit eurem Leben, mit euren Worten verletzt habt, und bittet auch im Geiste um Vergebung. Und wenn Sie jemand beleidigt hat, denken Sie daran, dass wir alle nach Golgatha gehen, um zu sehen, wie Christus für uns stirbt - jeder von uns! - um zu sehen, wie Christus für uns stirbt, um zu sehen, wie er für diejenigen stirbt, die wir lieben, und für diejenigen, die wir nicht lieben. Und können wir uns danach umschauen und denken: Diesen Menschen will ich nicht kennen, diesen Menschen liebe ich nicht, diesen Menschen lehne ich ab? Das ist unmöglich! Es ist unmöglich, den Weg des Kreuzes mit Christus zu gehen. Denken wir also ein paar Minuten nach und vergeben einander alles, alles, und bitten wir einander um Vergebung: von denen, die hier sind, und - gedanklich - von denen, die nicht hier sind; von denen, die gestorben sind, ohne dass wir um Vergebung gebeten haben; von denen, die weit weg sind, zu denen unser Wort nicht durchdringt. Lasst uns diese Dinge erflehen.

Ich werde heute nicht um Vergebung bitten können, weil ich im Moment nicht die Kraft dazu habe. Und ich bitte euch, ich flehe und bitte euch: Vergebt mir! Ich bin schuldig an meiner Unwürdigkeit vor jedem von euch. Ich habe euch viele gute und wahre Worte über Gott und das geistliche Leben gesagt, aber ich selbst bin so unwürdig, selbst dessen, was ich darüber weiß, was ich predige... Vergebt mir, wenn ihr könnt, und wenn ihr mir nicht vergeben könnt, betet zu Gott, dass ich genug Zeit habe, um zu bereuen, damit ihr mir vergeben könnt.

Vergebt mir, Väter und Brüder!

Der Segen des Herrn liegt auf Ihnen, der Segen des Herrn, nicht der meine.

Verzeihen Sie mir...

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