(Matthäus 21, 33-42.) Worum ging es im heutigen Evangelium? Kurz gesagt ging es um die Tatsache, dass Menschen bewusst einen bösen Willen haben können. Sie können sich ganz klar gegen Gott und seine Boten und sogar gegen den Sohn Gottes selbst stellen. Mehr noch, sie können radikale Entscheidungen treffen: steinigen, töten und sogar beschließen, den Sohn Gottes selbst zu beseitigen, um die Welt wie einen Weinberg zu besitzen und die ungeteilten Herren zu sein. Wir müssen erkennen, dass dieses klare Bewusstsein schon in der Antike vorhanden war, es ist nicht verschwunden, es ist auch heute noch da. Christus und seine Anhänger versuchen, aus der Welt vertrieben zu werden, genau wie in der Antike, genau wie in dem Gleichnis, das wir heute im Gottesdienst gehört haben.
Und das ist etwas, womit man rechnen muss, was man im Auge behalten muss. Es macht Sinn, die Abgründe des Satans zu erforschen und zu verstehen, wie sie wirken und was sie unserem Glauben, unserer Denkweise, unserem Vertrauen, unserer Hoffnung entgegensetzen. Denn äußeres Zwielicht, äußere Kräfte des Bösen dringen manchmal in unser Bewusstsein ein, spalten unsere Seele und stiften dort Chaos.
Aber der Stein, der von den Bauleuten verworfen wurde, wird zum Eckstein. Und so sehr Christus auch verworfen wird, er ist der Richter der Welt und der Herr des kommenden Zeitalters. Ihm gehört die Zukunft, unser Vertrauen, unsere Hoffnung, unsere Liebe, unsere Seele und unser ganzes Leben, sowohl das Leben nach dem Tod als auch das, was der Ewigkeit gehört. Amen.
Erzpriester Nicholas Donenko Nizhnyaya Oreanda 3.09.2017
