Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Darstellung der heiligen Jungfrau Maria im Tempel
Darstellung der heiligen Jungfrau Maria im Tempel
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
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Zu Beginn der Weihnachtsfastenzeit feiern wir ehrfürchtig die Darstellung der Mutter Gottes im Tempel. Der Tempel ist das Erbe Gottes, ein Ort, der Gott unteilbar gehört, ein Ort, an dem kein Gedanke, kein Gefühl, kein Wille anders sein kann als der Wille Gottes. Und so wird die reinste Jungfrau Maria in einem jungen, kindlichen Alter in den Tempel des Herrn gebracht, betritt diesen Bereich, in dem es nichts anderes gibt als Gott und seine Wege. Sie ist in das Gebet vertieft, sie steht vor dem lebendigen Gott, sie gibt sich dem heiligen Werk einer Frau hin, das - wenn das menschliche Herz nur empfindsam und rein ist - Ausdruck von Liebe und Fürsorge sein kann. Und eingetaucht in dieses Element der göttlichen Gegenwart und der menschlichen Anbetung, wächst sie Jahr für Jahr zum vollen Maß ihrer Reife. Und als der große Erzengel der Verkündigung vor ihr erscheint und ihr ankündigt, dass der Herr auf geheimnisvolle und unbegreifliche Weise von ihr geboren werden wird, ergibt sie sich ihm bedingungslos, in Ehrfurcht und demütigem Gehorsam: "Siehe, du Dienerin des Herrn, mir geschehe, wie er es will....

Während dieser Jahre des völligen Eintauchens in das Geheimnis Gottes, in das Geheimnis der Liebe, wurde sie fähig, diejenige zu werden, durch die die rettende, verwandelnde, opferbereite und kreuztragende Liebe Gottes in die Welt kommen würde. Der heilige Gregor Palamas sagt uns, dass die Menschwerdung des Gottessohnes ohne den Willen seiner irdischen Mutter ebenso unmöglich gewesen wäre wie ohne den Willen des himmlischen Vaters. Nachdem sie sich ganz in den Willen Gottes, in das Geheimnis der Liebe zu Ihm und in Ihm zur ganzen Schöpfung zurückgezogen hatte, konnte sie den Namen Gottes aussprechen, den heiligen, geheimnisvollen Namen, der mit Seiner Person, mit Seinem ganzen Denken, mit Seinem ganzen Herzen, mit Seinem ganzen Willen und mit Seinem ganzen Leib übereinstimmt, und dieses Wort wurde Fleisch, und so betrachten wir ehrfürchtig diese einzigartige, einzigartige Heiligkeit der Mutter Gottes.
Aber nicht umsonst ist dieses Fest der Auftakt für unseren Weg zur Geburt Christi, der Menschwerdung des Wortes Gottes. Und wir müssen uns vorbereiten, uns vertiefen, unsere Herzen reinigen, unsere Gedanken heiligen, unseren Willen erneuern und unser Fleisch heiligen, damit das ewige Leben, das sich in Christus offenbart, in uns geboren wird, damit wir, eingetaucht in seinen Tod und auferweckt durch seine Auferstehung am Tag unserer Taufe, wahrhaftig eins mit ihm werden, eins mit ihm sind, wie die Glieder des Leibes eins miteinander sind, wie der ganze Leib eins mit dem Haupt ist. Die Mutter Gottes hat der Welt das schöpferische Wort und die fleischgewordene Liebe geboren; und es wird uns geschenkt durch das Gebet, die Treue zum Weg des Evangeliums, die Liebe zu Gott und zum Nächsten, den Verzicht auf uns selbst, die vorbehaltlose Hingabe an Gott und den Nächsten - und es wird uns geschenkt, so sakramental mit Gott vereint zu werden, dass wir mit Christus und in Christus auferstehen. Der Weg liegt vor uns - lasst uns diesen Weg gehen und nicht nur auf ein Wunder am Ende dieses Weges warten, sondern lebendige, schöpferische Teilnehmer an diesem Weg werden, damit der Herr geboren wird und mit ihm eine neue, jubelnde, überwindende Liebe und das ewige Leben in uns geboren werden kann. Amen.

Metropolit Anthony Surozhsky.

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