Gemeinde zu Ehren der Heiligen Dreiheit zu Dortmund
Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Donnerstagstreffen (4.05) Ikone "Auferstehung Christi"
Donnerstagstreffen (4.05) Ikone "Auferstehung Christi"
Übersetzt aus dem Russischen mit DeepL©
Alle Angaben ohne Gewähr

01777Beim letzten Donnerstagstreffen (4.05) diskutierten die Teilnehmer der "Jugendgruppe" gemeinsam mit Pfarrer Vadim Abramov über die Ikone "Auferstehung Christi".

Diese Ikone ist nicht nur an Ostern auf dem Altar in der Mitte der Kirche zu sehen. Jeden Sonntag nimmt sie diesen Ehrenplatz ein. Und das nicht ohne Grund, denn der Sonntag ist das kleine Osterfest. Die Ikone trägt den Titel "Auferstehung". Aber auf dieser Ikone sehen wir weder einen leeren Sarg, noch die darin liegenden Leichentücher, noch das wundersame Licht, das die Auferstehung anzeigt. Stattdessen gibt es eine völlig andere Handlung. In der Mitte steht Christus über einem dunklen Abgrund, und zu beiden Seiten von ihm stehen Menschen. Manche mit Heiligenschein, manche ohne. Einige strecken die Hand nach ihm aus, andere stehen zögernd daneben. Einem von ihnen streckt er die Hand entgegen, als ob er ihn zu sich heranziehen würde. Kann eine solche Ikone "Auferstehung" genannt werden? Die Kirche behauptet mit Nachdruck, dass dies nicht möglich, sondern notwendig ist! Und warum? Weil das Evangelium kein Wort darüber verliert, wie dieses Ereignis stattgefunden hat. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Erstens: Es gab keine Zeugen. Zweitens: Der Vorgang der Auferstehung selbst ist ein Geheimnis Gottes. Drittens: Warum müssen wir es überhaupt wissen? Welchen Nutzen hat dieses Wissen für uns? Deshalb stellt die Ikone nicht die Auferstehung selbst dar, sondern ihre Bedeutung für den Menschen. Und die Bedeutung besteht darin, dass Christus in die Hölle hinabgestiegen ist und es "keinen einzigen Toten mehr in der Hölle gab". Der Weg zum Himmel wurde dem Menschen geöffnet, und das geschah, als der Gottmensch die Pforten der Unterwelt zerstörte.

Was sehen wir auf dieser Ikone? Christus steht oberhalb des Abgrunds. Er steht am Kreuz, denn mit dem Kreuz hat er die Pforten der Hölle niedergerissen. Er trägt ein goldenes Gewand und einen flatternden Mantel, der die Schnelligkeit zeigt, mit der er in die Unterwelt eindrang. Wie geht es weiter? Christus hilft einem Mann ohne Heiligenschein. Wir erfahren, dass es sich bei diesem Mann um unseren Vorvater Adam handelt. Er ist der erste, der ihn aus den Fesseln der Hölle befreit. Derjenige, der Sünde, Leid und Tod in die Welt gebracht hat. Und jetzt ist er gerettet. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Aber das ist der Sinn und die Freude der Auferstehung. Warum sonst sollten wir uns freuen? Denn wenn wir nach der Gerechtigkeit beurteilt werden, erwartet uns ein trauriges Schicksal.

Manche Menschen haben einen Heiligenschein auf ihrem Symbol. Was ist ein Heiligenschein? Er ist eine Reflexion des göttlichen Lichts. Heilige werden immer mit einem Heiligenschein dargestellt, als diejenigen, die das Licht Gottes in sich selbst offenbaren und entwickeln konnten und es auf andere ausstrahlen. Was bedeutet es dann, dass dieses Licht in keinem von uns reflektiert wird? Im Gegenteil, es ist in jedem Menschen. Jeder Mensch trägt in sich das Bild Gottes, einen Teil seines Lichts. Die Frage ist, ob wir dieses Licht unterstützen oder ob wir es für immer auslöschen. Die Entscheidung liegt bei uns. Und durch seine Auferstehung hat der Herr alles getan, um uns die Möglichkeit zu geben, selbst aufzuerstehen. Und zu leuchten.

Die Treffen finden donnerstags um 18:00 Uhr in der russisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Dortmund statt:

Flurstr. 39 44145 Dortmund.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Freunde zu sehen!

Hochachtungsvoll,

Orthodoxe Jugendorganisation "JugenDOrth" Dortmund.

 

Der Artikel wurde von Elena Lysova verfasst.

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