Frohes Fest der Verklärung des Herrn!
"Du bist auf dem Berg verklärt, o Christus, der Du Deine Herrlichkeit Deinen Jüngern gezeigt hast, so wie Du es kannst, damit Dein ewiges Licht auf uns Sünder leuchte durch die Gebete der Theotokos, o Lichtträger, Dir sei Ehre".
(Troparion der Verklärung, Stimme 7).
Heute feiern wir in unserer Kirche einen besonders feierlichen Gottesdienst. Die Priester legen weiße Gewänder an, zum Gedenken an das göttliche Licht, das von Christus auf dem Berg Tabor ausgegangen ist. Und die Gemeindemitglieder kamen zu Ehren des Festes trotz des Wochentags und der Fastenzeit ebenfalls in weißen Gewändern zum Gottesdienst in die Kirche.
Am Ende der Liturgie fand die Weihe der Früchte der Erde statt.
Das Fest der Verklärung dauert 9 Tage, vom 18. bis 26. August.
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Woran erinnern wir uns heute?
Im letzten Jahr seines irdischen Lebens ging der Herr Jesus Christus mit drei Jüngern, Petrus, Jakobus und Johannes, auf den Berg Tabor, um zu beten. Die Jünger schliefen ein, und als sie erwachten, sahen sie den Herrn mit den Propheten Mose und Elia über die kommenden Leiden sprechen. Das Antlitz des Heilands leuchtete wie die Sonne, seine Kleider waren wie Schnee, und es herrschte eine unaussprechliche Freude. Ich wünschte, es könnte für immer so bleiben.
Es ist süß und freudig, bei Gott zu sein. Und wird es uns vorenthalten? Nein, natürlich nicht. Und wir können diese Freude und Süße nicht nur spüren, sondern manchmal sogar den Widerschein von Gottes Licht sehen. In unserer Zeit und in unserem Leben treffen wir manchmal auf wunderbare Gesichter, die vor himmlischer Freude strahlen. Besonders oft kann man das bei einem Menschen sehen, nachdem er die heiligen Geheimnisse Christi empfangen hat oder nachdem er ein großes Leid erlitten hat. Es ist, als ob ein Mensch verwandelt wird, das göttliche Licht geht von ihm aus. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Und jeder Mensch kann so verwandelt werden. Mehr als das: Jeder Mensch sollte auf diese Weise verwandelt werden.
Das Licht der Verklärung, das Licht Gottes, hat die Erde nicht verlassen, man muss es suchen und sammeln. Und es gibt eine große Belohnung für denjenigen, der es sammelt, und ein großes Glück für denjenigen, der es findet. Um dieser Freude und dieses Glücks willen können wir uns in vielen Dingen einschränken, können wir uns vieler Dinge berauben.
Herr, lass uns dein Licht sehen; Herr, schenke uns dein Licht in unseren Herzen; sende uns dein Licht - Stille, Frieden, Freude, Liebe.
"Möge Dein ewiges Licht auch uns Sündern leuchten, durch die Gebete der Theotokos, Du Lichtträgerin, Dir sei Ehre. Amen.
Archimandrit Josef. Aachen. 2015.
Aus den Archiven der Website:
19.08.2011 Verklärung unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus
