Am 6. März, dem Donnerstag der ersten Fastenwoche, fand in unserer Kirche die Lesung des Kanons des Heiligen Andreas von Kreta statt. Der Kanon wurde abwechselnd von den Priestern der Dreifaltigkeitsgemeinde gelesen: Pater Vadim Abramov, Rektor, Pater Artemij Kuznetsov, Pater Igor Shchirovsky, Pater Artemy Kuznetsov, Pater Igor Shchirovsky, Pater Igor Shchirovsky. Artemij Kusnezow, P. Igor Schtschirowski, P. Ilja Bolga. Ilija Bolga.
Der Große Kanon wird nur in der Großen Fastenzeit gelesen: beim Großen Abendmahl am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag der ersten Woche, und dann in seiner Gesamtheit bei der Mette am Donnerstag der fünften Woche.
Am Montag- und Dienstagmorgen fanden in unserer Kirche folgende Gottesdienste statt: Matutin, 1., 3., 6., 9. Wache und Vesper.
In den Gottesdiensten wird an diesen Tagen nicht das Evangelium gelesen, sondern es wird an die Ereignisse des Alten Testaments erinnert. Wir hören Propheten, Gleichnisse und Lehren: "Wascht euch, lasst euch reinigen; nehmt eure bösen Taten aus meinen Augen; hört auf, Böses zu tun; lernt, Gutes zu tun, sucht Gerechtigkeit, rettet die Unterdrückten, verteidigt die Waisen, setzt euch für die Witwen ein.(Jesaja 1:16-17).
Am Freitagabend findet die Liturgie der vorgeweihten Gaben statt. Nach dem Fürbittgebet wird der Kanon an den heiligen Großmärtyrer Theodore Tyrone gesungen, gefolgt von der Konsekration des Kolivs.
Hier ist ein Artikel von der Website des Klosters Valaam: https://valaam.ru/publishing/4104/
Die Theologie der Fastenzeit. Der große Kanon des Heiligen Andreas von Kreta
Denken wir daran, dass das erste Beispiel für Enthaltsamkeit das Gebot ist, das Gott Adam im Paradies gibt (Gen 3,2-3). Der Schöpfer macht den ersten Menschen zum Besitzer des unermesslichen Reichtums der Welt, die er geschaffen hat. Doch in dieser Vielfalt ist ein Pol markiert, den Adam nicht überschreiten darf. Dies ist notwendig, damit der Mensch seine Freiheit verwirklichen kann. Denn im Gegensatz zu einem Tier ist er das einzige Wesen im Universum, das "Nein" zu den Kausalketten sagen kann, in die es verstrickt ist. Freiheit ist dort zu finden, wo es eine Wahl gibt.
Es ist das Gebot der Enthaltsamkeit, das den Menschen in seinem inneren Wesen und seiner Würde offenbart, von dem der Apostel Petrus sagt: "So wisset nun, dass ihr zu königlicher Würde berufen seid, dass ihr ein auserwähltes Geschlecht seid, heilig und von heiliger Zunge" (1 Petr 2,9). So sind Fasten und Freiheit als grundlegende Seinsaspekte des menschlichen Lebens schon zu Beginn der Kirchengeschichte untrennbar miteinander verbunden.
Doch Adam besteht die Prüfung nicht und bricht Gottes Gebot. Damit tritt der Verfall, der Tod, in sein Dasein. Indem er aufhört, frei zu sein, verliert er gleichzeitig das Glück der göttlichen Freiheit und Liebe, die ihn in Eden in Hülle und Fülle umgab. An diese Tragödie erinnert uns die Kirche in der Fastenzeit
