Am vergangenen Sonntag, dem 21. November, fand nach der Liturgie die Gemeindeversammlung statt. Die Ergebnisse des Jahres 2020 wurden zusammengefasst. Aufgrund der Quarantänemaßnahmen wegen der Coronavirus-Pandemie war es nicht möglich, die Versammlung wie üblich zu Beginn des Jahres abzuhalten. Nachdem das Berichtstreffen über die Ergebnisse des vergangenen Jahres am 1. Oktober in unserer deutsch-berliner Diözese in Hamburg stattfand, wurde beschlossen, das Treffen auch in unserer Pfarrei abzuhalten.
Der Rückblick auf das vergangene Jahr befasste sich mit der Pandemie des Corona-Virus und ihren Auswirkungen auf das Leben der Gemeinde. Es wurde darauf hingewiesen, welche Veränderungen es in unserem Leben gegeben hat. Dazu gehörte die Schließung des Tempels für eine gewisse Zeit. Gleichzeitig wurde sofort eine Übertragung aller Gottesdienste aus unserem Tempel organisiert. Als dann nach dem Gesetz eine kleine Gruppe von Menschen (nämlich der Priester und seine Familie) darin beten durfte, konnten viele Gemeindemitglieder mit Hilfe der Übertragung aus unserem Tempel an den Gottesdiensten teilnehmen. Nach und nach wurden die Beschränkungen von den Behörden gelockert. An Ostern wurden Einzelbeichte und Kommunion organisiert. So konnten viele Menschen auf diese Weise an diesem strahlenden Fest teilnehmen. Mit der Zeit begannen die Gottesdienste mit Gemeindemitgliedern im Tempel mit den Einschränkungen, die von den Behörden - dem Staat und der Priesterschaft - festgelegt wurden.
Dank der Zusammenarbeit unserer Gemeinde mit dem Sicherheitsexperten Herrn Kastingshoefer konnten wir unser Leben nach den während der Pandemie geltenden Gesetzen wieder aufbauen.
Es wurde eine Gruppe von Personen gebildet, die in dem Tempel Dienst tun. Sie wird von Vladislav Litau geleitet. Zu ihren Aufgaben gehört die Kontrolle der Einhaltung der gesetzlich festgelegten restriktiven Maßnahmen im Tempel. Dank der sorgfältigen Arbeit ihrer Mitglieder konnten wir die Disziplin und Ordnung bei den Gottesdiensten verbessern.
Die sonntägliche Gemeindeschule und die Jugendgruppe hielten ihre Treffen und Kurse im Internet ab. Danach wurden die Treffen im Tempel nach Möglichkeit wieder aufgenommen.
Natürlich hätten solche Einschränkungen die finanzielle Lage der Pfarrei besorgniserregend machen müssen, denn durch die Schließung des Tempels entgingen der Pfarrei ja ihre Einnahmen. Aber die Gemeindemitglieder des Tempels unterstützten ihre Pfarrei finanziell, so dass alle notwendigen monatlichen Zahlungen (vor allem die Rückzahlung von Darlehen für den Kauf und die Reparatur der Tempelgebäude und der Gemeinderäume) wie zuvor geleistet werden konnten.
Im Namen des Gemeinderats und der Gemeindeversammlung dankte er allen, die die Gemeinde in dieser Zeit unterstützt haben.
Das liturgische Leben der Pfarrei wurde trotz der Einschränkungen durch die Pandemie in vollem Umfang aufrechterhalten.
Ein wichtiges Ereignis im Leben unserer Gemeinde war die Weihe von Diakon Igor Schirovsky zum Priester. Im vergangenen Jahr war er sowohl in Dortmund als auch in Lippstadt tätig. Die Pfarrei in Lippstadt, zu der einige unserer Gemeindemitglieder nun gehen, steht seit diesem Jahr auf der Liste der Pfarreien in unserer Diözese.
Die Assistentin des Rektors M. Elena Poveshchenko sprach über das wirtschaftliche Leben der Gemeinde. Alle notwendigen Arbeiten wurden wie bisher durchgeführt. Es wurden Bau- und Reparaturarbeiten in der Halle vor der Küche durchgeführt (elektrische Leitungen, Wände, Boden und Decke), es wurde mit Reparaturen im "Kinderzimmer" im Keller begonnen. Der Bereich vor dem Eingang des Tempels wurde verschönert: Es wurde ein Podest für Mülltonnen gebaut, eine Hecke gepflanzt und ein Tor mit einer Hinweistafel angebracht. Der Kirchenladen wurde in den Lagerraum verlegt und nahm seine Arbeit auf. Die Wände im Refektorium wurden teilweise repariert. Unsere Gemeindemitglieder arbeiteten weiter am Backen von Oblaten (liturgische und gewöhnliche) und backten "Tauben", die den Geburtstagskindern gratulieren. Dank der Bemühungen unserer Bibliothekarin Elena Konetsko funktioniert die Bibliothek weiterhin. Der Bereich um die Kirche wird von unseren Gemeindemitgliedern gereinigt.
Im Herbst fand ein Gemeindecamp statt.
Der Bericht der Schatzmeisterin der Pfarrei, Inna Roenko, gab einen Überblick über einige Aspekte des Finanzlebens der Pfarrei. Im vergangenen Jahr war sie stabil. Alexej Schinkarew, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, berichtete über seine Tätigkeit und stellte fest, dass sich die Pfarrei in einem guten Zustand befinde.
Nach einer Abstimmung wurden die Leistungen des Vorsitzenden der Gemeindeversammlung und aller Mitglieder des Gemeinderats für zufriedenstellend befunden.
Der Wunsch, den Rhythmus des liturgischen und wirtschaftlichen Lebens der Pfarrei beizubehalten, wurde in den Plänen für die Zukunft erwähnt. Es wurde auf die Probleme hingewiesen, die im Zuge der Arbeiten für den Einbau einer Behindertentoilette aufgetreten sind. Die Treffen mit Fachleuten zur Lösung dieser Probleme sollen in nächster Zeit fortgesetzt werden.
Neue Mitglieder der Gemeindeversammlung wurden begrüßt.
Er dankte allen, die sich in ihrem Gehorsam mühten.
So war das vergangene Jahr für unsere Pfarrei und ihre Mitglieder in vielerlei Hinsicht sowohl eine Herausforderung als auch ein freudiges Ereignis.
Priester Vadim Abramov
Rektor der Pfarrei
