Geliebte Väter,
alle frommen Mönche und Mönche, liebe Brüder und Schwestern!
Ich beglückwünsche Sie alle zu einem strahlenden Weihnachtsfest. Wieder einmal hören wir
Worte des Engelslobs, wie sie einst aus dem mitternächtlichen Palästina erklangen
In den Himmeln, um den Menschen das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu verkünden: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, in der
Wohlgefallen an den Menschen" (Lukas 2,14).
Von der reinen und gesegneten Jungfrau Maria wurde der Retter der Welt geboren. Es gibt nichts
Gott, der nicht begrenzt ist, ist in die Bedingungen unserer Begrenztheit eingetreten, hat alle unsere Probleme auf sich genommen.
menschlich, außer der Sünde, still und bescheiden in einer schäbigen Krippe geboren, in einer Futterkrippe,
erwärmt durch den Atem der Tiere. Zu dieser Zeit leuchtete ein ungewöhnlicher Stern am Himmel,
die Heiligen Drei Könige, die die Geburt des Kindes ankündigten und sie zur Anbetung mit den Heiligen brachten
von den Hirten, die dieselbe frohe Botschaft von den Engeln erhalten haben.
"Gott hat sich im Fleisch offenbart" (1 Timotheus 3,16), damit er Sünde und Tod vernichtet,
dem Menschen ewiges Leben zu gewähren. Mit den Worten des Kommentators: "Niemand, der das ewige Leben erlangt hat, findet
Gott im Himmel, er ist gekommen, um alle Menschen auf der Erde zu erreichen. Keiner soll außerhalb dieses
der Freude, weil die Ursache der Freude allen gemeinsam ist". Die Geschichte ist nun ein für alle Mal Geschichte
wird durch die Inkarnation des Gottessohnes in ihr geheiligt. Diese Inkarnation heiligt die Zeit, den Ort,
Leben, geheiligtes Fleisch und Blut der Menschen. "Christus kam in die Welt, um alles zu machen
zu heiligen, alles mit dem Unterpfand des Sinns und der Rechtfertigung zu erfüllen. Selbst Krankheit, Leiden und Tod
in seinem Leiden, in seinem Tod und in seiner Auferstehung die Rechtfertigung gefunden".
Gemeinsam mit den Engeln das Kind Gottes, das in die Welt geboren wurde, preisen und singen
Lasst uns diese Freude bewahren und Werke der Liebe tun. Von alters her haben die Christen
In der Weihnachtszeit ist es Tradition, fleißig Gutes zu tun, diejenigen zu besuchen, die
Im Folgenden finden Sie einige Möglichkeiten, wie wir den Leidenden helfen können, wie wir diejenigen trösten können, denen Unrecht widerfahren ist, wie wir den Kranken Linderung verschaffen können und wie wir ihnen einen Teil des Lebens bringen können.
der Freude, deren wir teilhaftig geworden sind. In diesen für uns alle schwierigen Zeiten
einer weltweiten Epidemie, an der viele Menschen, insbesondere ältere und kranke Menschen, leiden,
Wir werden aus tiefstem Herzen für sie beten, uns um sie kümmern und
Bemühen wir uns, ihnen die Last zu erleichtern, indem wir das Gesetz Christi erfüllen (Galater 6,2).
Möge die Freude über Christus, den Retter, der in die Welt geboren wurde, immer in uns bleiben
Herz. Möge das Licht, das über dem Ort leuchtet, an dem Gott geboren wurde, unser Leben erhellen. Möge
Der helle Feiertag wird für alle zu einer spirituellen Realität, in die wir uns mit
Das große Geheimnis der Menschwerdung Gottes auf der Erde würde Ehrfurcht einflößen
Land.
+ TICHON
Erzbischof von Podolsk,
Administrator der Diözese Berlin-Deutschland
г. Berlin,
Geburt Christi
2020 / 2021
* * *
Weihnachtsbotschaft
des Erzbischofs von Podolsk TICHON
Leitern der Diözese von Berlin und Deutschland
An den Klerus, die Mönche und Nonnen und die Laien
Geliebte Väter,
Ehrwürdige Mönche und Nonnen, liebe Brüder und Schwestern!
Ich gratuliere Ihnen allen zum lichten Fest der Geburt Christi. Von neuem erklingen
die Worte des Lobpreises der Engel, wie sie einst vom mitternächtlichen Himmel Palästinas
ertönten und den Menschen das Geheimnis der Menschwerdung Gottes verkündeten: "Ehre
sei Gott in den Höhen und auf Erden Friede, bei den Menschen Wohlgefallen" (Lk 2,14).
Von der allreinen und über alle gesegneten Jungfrau Maria wurde der Heiland der
Welt geboren. Gott, der durch nichts begrenzt ist, ist in den Bedingungen unsererer
Begrenztheit eingetreten, hat unser ganzes Menschsein außerhalb der Sünde auf sich
genommen und wurde still und demütig in einer armen Höhle geboren, in einer Krippe, die
vom Atem der Tiere erwärmt wurde. Am Himmelszelt ging zu dieser Zeit ein ungewöhnlicher
Stern auf, der den Magiern von der Geburt des Gotteskindes kündete und sie zur Anbetung
zusammen mit den Hirten führte, die dieselbe freudige Botschaft von den Engeln erhielten
hatten.
"Gott erschien im Fleisch" (1 Tim 3,16), um dem Menschen ewiges Leben zu geben,
indem er Sünde und Tod vernichtete. Da er - nach den Worten eines Auslegers - "niemanden
fand, der Gott im Himmel erreichen konnte, kam Er, um jeden auf der Erde zu erreichen.
Niemand sollte von dieser Freude ausgeschlossen bleiben, denn die Ursache der Freude ist
alle gemeinsam." Die Geschichte ist nun ein für allemal geheiligt durch die Inkarnation des
Gottessohnes in ihr. Durch diese Fleischwerdung werden Zeit, Ort, Leben und menschliches
Fleisch und Blut geheiligt. "Christus kam in die Welt, um alles zu heilen, um alles mit dem
Unterpfand des Sinns und der Rechtfertigung zu erfüllen. Sogar Krankheit, Leiden und Tod
fanden ihre Rechtfertigung in Seinem Leiden, in Seinem Tod und in Seiner Auferstehung."
Lasst uns mit den Engeln das in die Welt geborene Gotteskind Christus preisen und
besingen, diese Freude bewahren und Werke der Liebe tun. Seit Urzeiten ist es Tradition der
Christen, an den Weihnachtsfeiertagen mit Eifer Gutes zu tun, die Leidenden zu besuchen,
die Betrübten zu trösten, die Leiden der Kranken zu lindern und sie an der Freude teilhaben zu lassen
zu lassen, derer wir teilhaftig geworden sind. In der jetzigen für uns alle schwierigen Zeit, in
der die ganze Welt von Epidemien heimgesucht wird, in der viele Menschen, vor allem Alte
und Kranke, die Hilfe brauchen, lasst uns für sie unsere aufrichtigen Gebete emporsenden, lasst
uns für sie sorgen und versuchen, ihre Lasten zu erleichtern, indem wir das Gesetz Christi
erfüllen (Gal 6, 2).
Möge die Freude über Christus, den in die Welt geborenen Retter, immer in unseren
Herzen bleiben. Möge das Licht, das über dem Ort scheint, an dem Gott geboren wurde,
unser Leben erhellen. Möge der helle Feiertag für jeden zu einer geistlichen Realität werden,
in die wir mit frommem Schauer eintreten und in die Tiefe des großen Geheimnisses der
Menschwerdung Gottes auf Erden eindringen.
+ TICHON
Erzbischof von Podolsk
Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland
Berlin
Geburt Christi
2020 / 2021
