Am Mittwoch, dem 12. Juli 2026, fand am vierzigsten Tag nach dem Tod von Elena Arsentjewna Latman auf dem Stadtfriedhof von Dortmund eine Gedenkmesse für die Verstorbene statt. Den Gottesdienst hielten der Pfarrer Pater Vadim Abramov und Pater Ilia Bologa.
Der vierzigste Tag spielt eine besonders wichtige Rolle auf dem Weg des Menschen nach dem Tod. Die Zahl vierzig taucht in der Heiligen Schrift sehr häufig auf (die 40-tägige Fastenzeit Christi in der Wüste, das Fasten Moses vor dem Empfang der Gebote vom Herrn auf dem Berg Sinai usw.) und gilt als Symbol der Vollkommenheit, in diesem Fall als Symbol für den vollständigen Abschluss des irdischen Lebensweges.
Es wird angenommen, dass die Seele diese Welt erst am vierzigsten Tag endgültig verlässt, nachdem über sie ein vorläufiges Gericht stattgefunden hat, das ihren Aufenthaltsort bis zur Wiederkunft Christi festlegt.
Es ist ebenfalls üblich, Gedenkgottesdienste am Todestag, am Geburtstag oder am Namenstag des Verstorbenen abzuhalten. Auf diese Weise bringen wir unsere Liebe zu unseren Angehörigen zum Ausdruck und möchten glauben, dass wir ihnen das Leben im Jenseits erleichtern.
Elena Arsentjewna ist am Samstag, dem 4. Juli, verstorben, kurz bevor sie ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte. Ihr Großvater – Pater Gavriil Pismennij – war ein einfacher Dorfpfarrer. Vielleicht war es gerade seinen heiligen Gebeten zu verdanken, dass Elena, obwohl sie in einem gottlosen Staat lebte, an Christus glaubte und ihm nachfolgte. Mit Gottes Hilfe (in der Ehe mit einem ungläubigen Ehemann) gelang es ihr, ihre Töchter sowie all ihre zahlreichen Enkel und Urenkel zur Kirche zu führen. Trotz ihrer Krankheit bemühte sie sich bis in ihre letzten Tage, keinen Gottesdienst zu versäumen. Sie war zu allen freundlich und lebensfroh. Alle in unserer Gemeinde liebten und achteten sie. .
»Christus, gib der Seele Deines Dieners die Ruhe bei den Heiligen, wo es weder Krankheit noch Trauer noch Seufzen gibt, sondern ewiges Leben.“
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